Thüngen

Sparen ist bei Grundschulsanierung in Thüngen angesagt

Angesichts der bevorstehenden Kosten von bis zu sieben Millionen Euro für die Sanierung der Grundschule sucht der Marktgemeinderat Thüngen nach Einsparmöglichkeiten, ohne dabei die Substanz zu berühren. Zwei Punkte waren die Thermostate an den Heizkörpern und die Verkleidung für den neuen Aufzug.

Heizkörper müssen wohl nicht wegen der Schüler mit diebstahlsicheren Thermostaten ausgestattet werden, meinten die Räte. Außerdem könnten sie nicht durch die Lehrkräfte, sondern nur durch den Hausmeister bedient werden. Schlussendlich bringt der Einbau von 65 normalen Thermostaten eine Ersparnis von 1300 Euro netto.

Ähnlich die Frage nach der äußeren Verkleidung des neuen Aufzuges. Zwar ist eine Ausführung in Edelstahl etwas langlebiger, sie kostet aber stolze 4000 Euro (vor Steuern) mehr als die Variante in beschichtetem Stahl. Außerdem können in Stahlverkleidungen günstiger repariert werden und Schrammen oder Fingerabdrücke sind leichter entfernbar. Letztendlich gibt es hier mehrere Möglichkeiten der farblichen Gestaltung. So fiel es den Marktgemeinderäten nicht leicht, einstimmig die preiswertere Lösung zu wählen.

Erhöhte Zuwendungen gibt es seitens der Gemeinde für den Männergesangverein und den Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes. Die Sänger, die regelmäßig im Bierpavillon der Domäne proben müssen eine Verdoppelung ihrer jährlichen Miete von 400 auf 800 Euro verkraften. Dieses ist teilweise der Nutzung der elektrischen Heizung geschuldet. Angesichts der kulturellen Bedeutung des Gesangvereins für die Gemeinde Thüngen erklärten sich die Räte bereit, die jährliche Förderung von 300 auf 700 Euro zu erhöhen.

Nicht ganz so großzügig zeigte man sich gegenüber dem Ansinnen des Roten Kreuzes, das bislang mit 51 Euro jährlich unterstützt wurde. Der Vorschlag, die Förderung auf einen Euro pro Einwohner festzusetzen, würde jedoch die Gesamtsumme auf 1350 Euro um das 26-Fache hochschnellen lassen. Das war den Verantwortlichen denn doch zu viel, zumal viele Thüngener Bürger als Mitglieder und Förderer des BRK ihren Beitrag leisten. Marktgemeinderat Bernd Müller wollte es gar bei dem bisherigen Betrag belassen, andere schlugen 500 Euro jährlich vor. Mit neun Stimmen entschied der Rat dann, den Zuschuss auf 300 Euro festzusetzen.

In der Geißleite soll eine Doppelgarage mit Dachterrasse errichtet werden. An zwei Stellen wird die Baugrenze das Vorhaben überschritten und auch die Traufhöhe sowie der Stauraum vor der Garage entsprechen nicht den Vorgaben des Bebauungsplans. Dennoch billigte der Rat den Antrag.

Es geht voran im Neubaugebiet "Am Kies II" im Rahmen des Genehmigungsfreistellungsverfahrens werden dort zwei neue Einfamilienhäuser errichtet.

Kurzen Diskussionsbedarf gab es um die Festlegung der Markttage in Thüngen, deren Termine bisweilen zu Irritationen führten. Die Kirchweih mit dem Michaelismarkt ist traditionell am "Tag des Erzengels Michael oder einen Sonntag davor", Dasselbe gilt für den Matthiasmarkt am Tag des Namensgebers oder eben einen Sonntag davor. Da aber im nächsten Jahr "Matthäi" auf den Faschingssonntag fällt, wird der Markt eine Woche später am 1. März stattfinden. Eine Thüngener Familie, die aufgrund der Gesetzeslage ihren Kampfhund abgeben muss, bekommt die kürzlich bezahlte Hundesteuer von 1000 Euro zurückerstattet. Der Vorschlag der Gemeinderätin Kathrin Schilling, künftig gemeindliche Obstbäume durch gelbe Bänder zur Ernte durch die Mitbürger freizugeben, soll weiterverfolgt werden.

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