Oberndorf

Spechte suchen neues Führungspersonal

Steht bei den Heimat- und Wanderfreunden bei den Neuwahlen im Oktober 2019 ein größeres Führungsproblem an? Sowohl Vorsitzender Peter Engelhardt ("fühle mich mit der zunehmenden Bürokratie überfordert"), sein Stellvertreter Tobias Väth (familiäre Gründe) und Kassiererin Liliosa Rüppel (längerer Auslandsaufenthalt) kündigten bei der Jahreshauptversammlung an, nicht mehr für eine weitere Wahlperiode zur Verfügung zu stehen. Alle drei appellierten laut Pressemitteilung an die anwesenden rund 20 Mitglieder, sich rechtzeitig um die Nachfolge zu kümmern. Dies dürfte bei einem Altersschnitt der anwesenden Mitglieder von etwa 70 Jahren jedoch schwer fallen.

Nach der Begrüßung und dem Gedenken an die vier verstorbenen Mitglieder Hans Hinkel, Blandine und Winfried König und Ehrenmitglied Walter Schwab gab Vorsitzender Peter Engelhardt seinen Rechenschaftsbericht: An der Pollaschfeier bei Heigenbrücken, der Gausternwanderung in Bergrothenfels, dem Kilianifestzug in Würzburg und dem Forellenfest des Wandervereins Schollbrunn haben die Heimat- und Wanderfreunde teilgenommen. Neben der regelmäßigen Bewirtung des Wanderheims wurde am 1. Mai der traditionelle Jahrtag ausgerichtet.

Mehrere Investitionen

Peter Engelhardt, der auch das Amt des Wege und Wanderwartes ausübt, berichtete von der Erneuerung des Schildes zum Kulturwanderweg mit Wilhelm Berktold und der Markierungen, die durch den Autobahnausbau verschwunden waren. Eine Menge Geld wurde auch in die Erneuerung der Küche des Wanderheimes investiert.

Kassiererin Liliosa Rüppel konnte von einer guten Kassenlage berichten. Hier machten sich die Geburtstags- und Familienfeiern im Wanderheim neben den üblichen Öffnungszeiten positiv bemerkbar. Da sie im kommenden Jahr einen längeren Auslandsaufenthalt plant, bat sie um Entlastung bei der Kassenführung und kündigte an, bei den Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Kurt Hock und Richard Rüppel, die die Kasse überprüft hatten, stellten eine einwandfreie Führung ohne Beanstandungen fest.

Unterstützung von den Firmlingen

Naturschutzwart Richard Rüppel berichtete von der Pflege der 35 Nistkästen, die durchweg gut belegt sind. Aufgrund seines Alters bat er dabei um Unterstützung. Wie Sieglinde Weidner anregte, könnten ihn dabei die Firmlinge unterstützen, die soziales Engagement zeigen sollen. Einige Zeit hat Rüppel auch in die Pflege der Peter-Albert-Schutzhütte mit Umgriff im Haseltal investiert. Für die Zukunft steht eine Reparatur des Insekten- und Bienenhotels an, das "in die Jahre" gekommen ist.

In seinem Ausblick auf 2019 kündigte Vorsitzender Peter Engelhardt außer dem üblichen Jahresprogramm mit Jahrtag am 1. Mai und Kilianifestzug wieder ein Wirtshaussingen an. Dieses müsse noch terminiert werden. Für die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen am 11. Oktober kündigten er, sein Stellvertreter und die Kassiererin ihren Rückzug an.

Dies nahm Bürgermeisterin Agnes Engelhardt zum Anlass, an die Mitglieder zu appellieren: "Was nützt ein müsste, sollte, könnte…." ohne die entsprechenden Taten. Der Verein habe derzeit ein schlechtes Image und stehe ohne Nachwuchs da. Sie vermisste eine Unterstützung des Vereins bei der Debatte gegen den Nationalpark Spessart. Neben der Bewirtschaftung des Wanderheims sollten die Mitglieder wieder mehr in die Kernaufgaben Wandern, Heimat- und Naturschutz investieren, um auch neue, jüngere Mitglieder anzulocken. Sonst stehen wir in einem Jahr ohne Führungspersonal da.

Gedanken solle man sich im Verein auch über die Verwendung der Sator-Eiche machen, die bekanntlich dem Autobahnbau geopfert wurde. Auch müsse sich der Verein stärker in der Öffentlichkeit präsentieren und dabei auch die Vereinsfahne zeigen, was oft an den fehlenden Trägern scheitert.

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