Lohr

Stadt weist erneute Kritik zurück

Das Lohrer Rathaus reagiert erneut auf die Kritik, die es in den vergangenen Tagen von verschiedenen Seiten an der Vorgehensweise bei der Vergabe der letzten großen Freifläche im Industriegebiet Süd gab. Die Stadtverwaltung weist in einer Stellungnahme Vorwürfe zurück, wonach das Vergabeverfahren intransparent gewesen sei und sich der Stadtrat nicht intensiv genug mit den Konzepten der Bewerber befasst habe.

Bekanntlich gab es drei Bewerber für die Fläche. Neben dem Glasofenbauer Sorg, dem der Stadtrat den Zuschlag gab, waren dies die Autohäuser Grampp und die Gebr. Mayer GbR als Dienstleister des Gerresheimer-Konzerns. Dieser hat aus Enttäuschung angekündigt, eine für 2020 geplante millionenschwere Investition zu überdenken.

Grampp hatte nach der Entscheidung geäußert, dass er sich ein intensiveres Befassen mit den Konzepten und einen intensiveren Dialog mit dem Rathaus gewünscht hätte. Auch von der Lohrer CSU kam der Vorwurf, nicht ausreichend mit den Bewerbern kommuniziert zu haben.

Richtlinien offen beschlossen

Das Rathaus schreibt nun, dass das Vergabeverfahren transparent gewesen sei. In einem Workshop habe der Stadtrat unter Begleitung eines externen Büros eine auf die Bedürfnisse Lohrs angepasste Bewertungsmatrix erarbeitet. Diese Vergaberichtlinien seien im Oktober 2018 öffentlich debattiert und mit großer Mehrheit beschlossen worden, so Dieter Daus, Pressesprecher der Stadt. Über die wesentlichen Kriterien seien interessierte Unternehmen zudem in Gesprächen informiert worden.

Laut Mitteilung des Rathauses gab es mehr als nur drei Bewerber. Insgesamt habe es zehn »Interessensbekundungen« gegeben, so Daus. Die drei zur Entscheidung stehenden Bewerber dürften also die gewesen sein, die die meisten Punkte erhalten hatten.

Zur Aussage Grampps, wonach das Vergabeverfahren zu bürokratisch gehandhabt wurde, sagt die Stadt, dass ein solches bürokratisches Verfahren zunächst notwendig sei, »um ein faires Vergabeverfahren zu gewährleisten«.

Die Nutzungskonzepte der Unternehmen seien berücksichtigt. Es hätten teils mehrseitige Konzepte vorgelegen, so Daus. Diese Konzepte seien auch Gegenstand der Beschlussfassung im Stadtrat gewesen. Eine weitere und umfassendere Beteiligung der Unternehmen am Vergabeprozess wäre laut Daus bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen womöglich angezeigt gewesen. Jedoch sei die vom Stadtrat beschlossene Rangfolge und damit die vorläufige Vergabe »absolut eindeutig und unstrittig gewesen«

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