Marktheidenfeld

Stadtrat: So könnte ein neues Baugebiet in Marienbrunn aussehen

Der Stadtrat verabschiedete einstimmig den Haushalt für das Jahr 2020. Am interessantesten war aber ein Punkt, der es nicht in den Haushalt geschafft hatte.
Drei Möglichkeiten würde es für ein neues Baugebiet in Marienbrunn geben.  Foto: MP-Grafik Grigull

Während sich 50 Meter weiter die Marktheidenfelder das erste Mal am Weihnachtsmarkt treffen konnten, versammelte sich der Stadtrat zur letzten Arbeitssitzung in diesem Jahr. Dementsprechend wenig stand auf der Tagesordnung. Der Stadtrat sollte den Haushalt für das Jahr 2020 verabschieden. Am interessantesten war aber ein Punkt, der es eben nicht in den Haushalt geschafft hatte.

Stadtrat befürwortet Haushalt 2020 einstimmig

Alle Haushaltsreden sind gehalten, alle Anträge eingearbeitet. Der endgültige Haushalt der Stadt Marktheidenfeld, den Kämmerin Christina Herrmann vorstellte, hat ein Gesamtvolumen von 75,9 Millionen Euro. Im Gegensatz zum ursprünglichen Entwurf ist der neue etwas größer. 60 000 Euro mehr sind im Verwaltungs- und 700 000 Euro mehr im Vermögenshaushalt für 2020 vorgesehen. In den vergangenen Haushaltsberatungen war ausgiebig diskutiert worden, ohne Diskussion verabschiedete der Stadtrat jetzt den endgültigen Entwurf.

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So könnte ein Wohnbaugebiet in Marienbrunn aussehen

Bei der Debatte zum kommenden Haushalt habe man beschlossen, sagte Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder, das mögliche Wohnbaugebiet in Marienbrunn noch nicht anzupacken. Sollte der künftige Stadtrat es dann tun wollen, habe er schon einen Plan dafür in der Schublade. Martina Wieland vom Würzburger Ingenieursbüro Röschert stellte deshalb ihre Bauleitplanung zur Erschließung des etwa fünf Hektar großen Areals im Westen des Ortsteils vor. 

Sie brachte drei verschiedene Varianten zur Erschließung mit. Der Anschluss an Wasserversorgung und das Kanalnetz sei bei jeder unproblematisch, sagte Wieland. Außerdem würden bei allen Varianten die Straße "Am Lauterpfad" einfach verlängert werden. 

Es gibt drei Möglichkeiten, das Baugebiet eventuell zu bebauen. Foto: Röschert Ingenieure

Das sind die drei Bebauungsmöglichkeiten

  • Variante A: Eine Ringstraße soll die verlängerte Straße "Am Lauterbach" mit der verlängerten Gotthard-Schüll-Straße verbinden. Ein Spielplatz soll auf der Innenseite der Kurve entstehen. 18 Grundstücke mit einer mittleren Grundstücksgröße von 724 Quadratmetern würden insgesamt Platz finden. 
  • Variante B: "Am Lauterbach" und die Gotthard-Schüll-Straße sollen als Stichstraße verlängert werden. Der Spielplatz würde am Ende der Gotthard-Schüll-Straße liegen. 16 Grundstücke mit einer mittleren Grundstücksgröße von 840 Quadratmetern würden insgesamt Platz finden.
  • Variante C: Von "Am Lauterbach" aus sollen zwei Stichstraßen nördlich in das Baugebiet ragen. Der Spielplatz würde zwischen den beiden Stichstraßen an der Straße "Am Lauterbach" liegen. 17 Grundstücke mit einer mittleren Grundstücksgröße von 769 Quadratmetern würden insgesamt Platz finden.

Bauplanerin favorisiert Variante A

Stadtrat Ludwig Keller (fraktionslos) befürchtete, dass der zusätzliche Verkehr während und nach der Erschließung durch das "Nadelöhr" Marienbrunn zu Verkehrsproblemen führen könnte. Schmidt-Neder sagte, dass zumindest die Erschließung über eine Baustraße erfolgen würde. Christian Menig (CSU) hoffte, sich zeitnah an das Projekt machen zu können, obwohl der Plan erstmal für die Schublade sein würde. Kellers Befürchtung teilte er nicht: "Ich persönlich hab noch keinen Stau in Marienbrunn gesehen." 

Michael Müller (FW) fragte, welche Variante den am besten dafür geeignet sei, das Baugebiet sukzessive zu erweitern, also nicht gleich alle Gebiete, sondern immer in Fünferschritten vorzugehen. Das sei die Variante B, antwortete Wieland. Sie sprach sich persönlich für Variante A aus, da durch eine Ringstraße der Verkehr flüssig laufen und das Regenrückhaltebecken landschaftlich gut eingebaut werden würde. 

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