Karlstadt

Stadtwerkeanbau komplettiert das Karlstadter Rathaus

Im Erdgeschoss sind die Büros der Stadtverwaltung, im ersten Stock die der Stadtwerke. Ursprünglich sollte die Erweiterung nicht so groß ausfallen.
Einweihung des Stadtwerkeanbaus (links) am Karlstadter Rathaus. Im Bild von links Andreas Baur, Klemens Albert, Paul Kruck, Simon Mayer, Matthias Hörning und Thomas Schiebel.  Foto: Karlheinz Haase

Eigentlich sei erst jetzt das neue Karlstadter Rathaus komplett, sagte Bürgermeister Paul Kruck bei der Einweihung des Stadtwerkeanbaus. Denn das ausladend dimensionierte Treppenhaus sei beim Bau des Rathauses in den 1970er Jahren dafür gedacht gewesen, dass damit eines Tages ein größeres Gebäude erschlossen wird. Inzwischen allerdings ist der bisherige Haupteingang verschlossen, der direkt in dieses Treppenhaus führt. Zu diesem gelangt man jetzt über den Anbau. Und im Anbau selbst gibt es weitere Treppen, vor allem aber einen Aufzug, um den gesamten Gebäudekomplex barrierefrei erreichen zu können.  

Rund 4,5 Millionen Euro hat die Erweiterung gekostet, führte Stadtwerkeleiter Klemens Albert aus. Circa 730 000 Euro kommen als Zuschuss aus dem Kommunalen Investitionsprogramm. Mit knapp 30 Metern Länge und fast 20 Metern Breite hat das Gebäude auf vier Stockwerken eine Fläche von etwa 1700 Quadratmetern.    

Gebunden an die Höhen des Rathauses

Im Untergeschoss ist jetzt ausreichend Platz für das Archiv. Außerdem haben die Stadtwerke dort einen Lagerraum, und es gibt Technikräume. Im Erdgeschoss sind fünf Büroräume der Stadtverwaltung – also nicht der Stadtwerke – und ein kleiner Sitzungssaal. 

Mitarbeiterin Christl Schöffmann in ihrem Büro der Stadtwerke. Es ist mit den anderen Büros verbunden. Foto: Karlheinz Haase

Im ersten Stock haben die Stadtwerke neun Büroräume, ein Besprechungszimmer, eine Teeküche und Lagerräume. Das Besondere an den Büroräumen ist, dass sie alle miteinander verbunden sind. Das war schon im angemieteten Gebäude gegenüber der Fall und hat sich bewährt. Im zweiten Stock ist ein großer Sozialraum für das gesamte Personal. Angegliedert ist eine Personalküche, die man über eine Schiebewand zum Sozialraum hin öffnen kann. Zudem gibt es auch hier einen Lagerraum und eine Dachterrasse.

Der Anbau ist mit dem bestehenden Rathaus verbunden. Foto: Karlheinz Haase
Die Dachterrasse des Stadtwerkeanbaus. Foto: Karlheinz Haase

Auf die Frage, wozu diese benötigt werde, erklärte der Bürgermeister bei einem anschließenden Rundgang, dass ursprünglich ein deutlich kleinerer Anbau ohne Keller vorgesehen war. Um das bestehende Rathaus barrierefrei erreichen zu können, wurden die Stockwerke des Anbaus dem bisherigen Gebäude höhenmäßig angeglichen. Daher habe sich der Bau eines Kellers und eines zweiten Stockwerks angeboten. In Letzterem habe man nicht die gesamte Grundfläche benötigt, wodurch die Dachterrasse zustande kam.

Manfred Schneider im Keller, der das Archiv beherbergt. Foto: Karlheinz Haase
Der Sozialraum im Obergeschoss der Stadtwerke. Foto: Karlheinz Haase

Weil das bisherige Rathaus die Raumhöhen für den Anbau vorgab, sei eine zentrale Lüftungsanlage nicht möglich gewesen. Die Räume werden nun dezentral gelüftet und klimatisiert. Zwei Gaskessel und ein Blockheizkraftwerk dienen der Wärme- und Stromversorgung. Das Gebäude erfüllt die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung.

Immer mehr Verwaltungsaufgaben

Albert begründete den Anbau damit, dass seit Gründung der Stadtwerke vor fast 40 Jahren ständig neue Aufgaben hinzugekommen seien. 1998 wurden im Anwesen gegenüber vier Büroräume angemietet. Aufgrund ständig wachsender Verwaltungsaufgaben sei der jetzige Anbau nötig geworden. 27 Personen arbeiten inzwischen für die Stadtwerke.

2016 wurde das Büro Baurconsult (Haßfurt) mit der Planung des Anbaus beauftragt. Das Büro Wohlfromm und Pfister (Würzburg) wurde mit der Fachplanung betraut. Spatenstich war im Oktober 2017. Andreas Baur sagte, die Planung sei eine knifflige Aufgabe gewesen. Manche Gewerke mussten aufgrund der hohen Auslastung der Firmen mehrmals ausgeschrieben werden.

Der Stadtwerkeanbau am Karlstadter Rathaus. Foto: Karlheinz Haase

Landrat Thomas Schiebel meinte, die Stadtverwaltung müsse für Mitarbeiter attraktiv bleiben. Das Gebäude sei angemessen für eine Stadt, "die der Titel Kreisstadt adelt". Pfarrer Simon Mayer segnete das Gebäude. Pfarrer Matthias Hörning sagte, eine Verwaltung solle den Menschen dienen, nicht umgekehrt. Und so solle letztlich auch das Gebäude lebensdienlich sein.    

Am Nachmittag nach der Einweihung hatten alle Interessierten die Gelegenheit, sich den Anbau anzuschauen und sich erklären zu lassen.

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