Lohr

Städtischer Termin oder Kandidaten-Wahlkampf?

Nur eine Wortwolke: "Beteiligung?Bürger" ist keine offizielle Bürgerbeteiligung.  Foto: Repro: Klaus Fleckenstein

Grenzt Lohrs Rathauschef Mario Paul im Wahlkampf seine Rolle als Bürgermeister nicht deutlich genug von der des Kandidaten für die Bürgermeisterwahl ab? Diese Frage warfen jetzt postkartenformatige Einladungen auf, die Paul zu seinen Wahlkampfterminen hatte verteilen lassen oder selbst verteilte.

Auf der einen Seite des Handzettels ist eine aus Dutzenden Wörtern gebildete Wortwolke zu sehen, wobei die Begriffe "Beteiligung" und "Bürger" hervorstechen. Auf der anderen Seite heißt es "Gemeinsam weiter gehen mit Bürgermeister Dr. Mario Paul".

Unter diesem Wahlkampfmotto, mit dem Grüne und SPD ihren gemeinsamen Kandidaten tragen, folgen ein Bild von Paul und die Daten zum Wahlkampftermin.

Auf dem postkartengroßen Flyer ist weder ein Hinweis auf die Bürgermeisterwahl zu finden, noch einer, der klar deutlich macht, dass es sich um keine städtische, sondern um eine Veranstaltung des Kandidaten Paul handelt. Auch fehlen die Logos von SPD und Grünen. Ein unbedarfter Betrachter könnte so vermuten, dass Paul die Karte als Bürgermeister hat verteilen lassen und beim Termin auch so agiert.

Diesen Vorwurf weist Paul gegenüber der Redaktion zurück. Auf dem Flyer würden keine Logos der Stadt Lohr verwendet. Auch tauche nicht der Begriff Bürgerversammlung auf, der "auf eine offizielle, städtische Veranstaltung hinweisen" könnte, so Paul zur Kombination der Begriffe "Bürger" und "Beteiligung".

Neben diesen beiden Wörtern stehen viele andere auf den Karten, von Artenvielfalt bis Gründerzentrum und Zentralklinikum bis Familie und Citymanagement. All diese Begriffe hätten er und sein Wahlkampfteam ausgewählt, so Paul. Solche Einladungen habe es für all seine Wahlkampfveranstaltungen gegeben. Bislang sei ihm gegenüber "keine solche oder ähnliche Kritik" geäußert worden, so Paul zur Verwechslungsmöglichkeit. Den Verzicht auf die Logos von Grünen und SPD erklärt Paul damit, dass er keiner Partei angehöre. Auch im Wahlkampf vor seiner Wahl 2014 habe er das genauso gehalten.

Ginverkostung mit Bürgermeister: Rodenbacher Beispiel der Wahlkampfkarte. Foto: Repro: Klaus Fleckenstein

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