TRIEFENSTEIN

Start der Schulsanierung in den Osterferien

Wird zwei Jahre lang für 3,4 Millionen Euro gründlich saniert: die 1975 erbaute Triefensteiner Grundschule in Lengfurt. Foto: Günter Reinwarth

Die Botschaft von Architekt Johannes Hettiger an den Gemeinderat war klar und deutlich: Ihr braucht euch keine Sorgen machen, die Schule wird rechtzeitig fertig! Der Marktheidenfelder Architekt, der die Sanierung der Triefensteiner Grundschule in Lengfurt plant, ließ keinen Zweifel daran, dass das Projekt spätestens Mitte 2016 in trockenen Tüchern ist. und dann der Unterricht in einem Gebäude abgewickelt werden kann, das so gut wie neu ist und auch unter pädagogischen Gesichtspunkten den modernsten Erkenntnissen entspricht.

„Ich nehme mir die Termine sehr zu Herzen!“, versicherte Hettiger, als er am Dienstagabend den Sitzungssaal in Lengfurt mit deutlichem Beifall verließ. Dass der Zahn der Zeit hie und da an der Bausubstanz der 1975 eröffneten Grundschule genagt hat, ist Triefensteins Kommunalpolitikern seit langem bekannt. Bereits vor Jahren wird diskutiert, ob saniert oder neu gebaut werden soll.

Im Februar vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat nach wiederholten intensiven Beratungen dann grünes Licht für eine umfassende Sanierung gegeben, nachdem auch die Regierung von Unterfranken Monate zuvor ihr Plazet signalisiert hatte. Nach dem Stand der Dinge darf sich nun auch Schulleiter Peter Erdmann darauf freuen, dass er und sein Kollegium das Schuljahr 2016/17 in einem „sehr zweckmäßigen und großzügigen“ Gebäude beginnen können. Bei der Sanierung handelt es sich derzeit um Triefensteins größtes Kommunalprojekt. Die letzte Kostenschätzung lag bei 3,4 Millionen Euro, wobei der Freistaat Bayern der Kommune mit 1,5 Millionen Euro kräftig unter die Arme greift. Bereits im Vorgriff ist für 160 000 Euro die Toilettenanlage erneuert worden.

Hettiger sicherte dem Gemeinderat zu, ihn stets über den Fortgang der Bauarbeiten auf dem Laufenden halten zu wollen. Der Planer äußerte ferner die Hoffnung, dass – nachdem viele Firmen während des Winters ihre Aufträge abgearbeitet hätten – die Sanierung preisgünstiger abgewickelt werden könne.

CSU-Fraktionssprecherin Steffi Engelhardt machte deutlich, dass lärmintensive Arbeiten in der unterrichtsfreien Zeit ausgeführt werden sollten. Hettiger sicherte dies zu, allerdings könne schon mal gelegentlich ein Hammerschlag zu hören sein. Im übrigen würde die eine oder andere lärmintensive Arbeit ohne zusätzliche Kosten an den Wochenenden ausgeführt. Es gebe Firmen, die würden schon von sich aus ein solches Prozedere anbieten.

Der Rettersheimer CSU-Gemeinderat Hubert Hofmann („Es wird eng!“), ein gelernter Architekt, äußerte die Sorge über das Funktionieren des Bauzeitenplans. Er begründete diese mit dem Hinweis, dass drei Wochen vor den Osterferien, dem geplanten Baubeginn, noch immer keine Submission erfolgt sei. Schützenhilfe erhielt Hofmann von seinem Fraktionskollegen Peter Deubert. Dazu Hettiger „ganz entspannt“: Man sei gut eingetaktet und werde zu Ferienbeginn die ersten Gewerke auf die Baustelle bringen können. Wörtlich sagte er: „Keine Sorge, wir kommen bei den Submissionen schnell zu Potte!“ Die Frage Hofmanns, ob die Finanzierung der einzelnen Bauabschnitte mit der Kämmerei abgestimmt worden sei, beantwortete der Architekt mit einem deutlichen „Ja“.

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