LOHR

Starthouse im Spessart soll zum Jahresende starten

Die gebürtige Kissingerin Lisa Straub ist Leiterin des Starthouse im Spessart. Foto: Wolfgang Dehm

Voraussichtlich zum Jahresende soll das Starthouse im Spessart als Nebenstelle des Digitalen Gründerzentrums Aschaffenburg in Betrieb gehen. Zu diesem Zweck wird derzeit das Gebäude der Energieversorgung Lohr/Karlstadt an der Ecke Vorstadtstraße/Kaplan-Höfling-Straße umgebaut. Dort stellte sich am Dienstagabend die künftige Starthouse-Leiterin Lisa Straub Stadträten und Netzwerkpartnern vor; außerdem gab sie einen groben Überblick über das Projekt.

Studium der Wirtschaftsinformatik

Straub, die ihre Arbeit im Oktober aufnehmen wird, ist 26 Jahre alt und stammt aus einer Bad Kissinger Unternehmerfamilie. Die gelernte Kauffrau im Gesundheitswesen hat ihr Wirtschaftsinformatikstudium mit dem Bachelor abgeschlossen und macht aktuell ihren Master im Bereich Informationssysteme. In ihrer Masterarbeit befasse sie sich mit regionalen Kooperationsprojekten, sagte sie.

Im Starthouse im Spessart geht es ihren Worten nach um das Gründen von innovativen Unternehmen, so genannten Start-ups, um das Vernetzen und Zusammenarbeiten mit bereits etablierten Unternehmen sowie um das Vorausdenken.

Schön wäre es ihren Worten nach „wenn wir Gründer finden“. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, könne man auch Gründer „schaffen“, beispielsweise durch Zusammenarbeit mit Schulen. Im Starthouse solle eine Umgebung entstehen, die Gründern helfe.

Wie Straub zusammen mit Roman Welzenbach vom Bauamt der Stadt Lohr erläuterte, soll das Gründerzentrum kein klassisches Großraumbüro werden, sondern ein Raum mit Wohlfühlcharakter; neben einer Sofaecke soll es beispielsweise auch einen Tischkicker geben.

Ziel ist bessere Vernetzung

Laut Bürgermeister Mario Paul ist Deutschland ein Innovationsland. Bedauerlicherweise jedoch würden die hierzulande entwickelten Innovationen vielfach anderswo zu Produkten und Dienstleistungen. Dem solle durch eine bessere Vernetzung von Start-ups und etablierten Unternehmen entgegengewirkt werden. Im Starthouse im Spessart gehe die Konzeptphase nun langsam ihrem Ende entgegen und die Umsetzungsphase beginne.

Paul dankte den verschiedenen Netzwerkpartnern für ihre Unterstützung, lobte das Engagement des CSU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schwab für einen Ableger des Aschaffenburger Gründungszentrums in Lohr und betonte, dass auch der Lohrer Stadtrat von Anfang an mitgezogen habe.

Nachdem Paul auf ihn zugekommen sei habe er mit der damaligen bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner gesprochen, um eine Zweigstelle in Lohr hinzubekommen, erläuterte Schwab. Das sei unter anderem deshalb gelungen, weil in Aschaffenburg Partner aus der Industrie und Wirtschaft gefehlt hätten - „die haben wir hier“.

Das Starthouse im Spessart muss laut Schwab allerdings „ein bisschen über Lohr hinausgehen“; es müsse als Digitales Gründerzentrum für den ganzen Landkreis Main-Spessart verstanden werden, dann bringe es „allen was“. Mit Zusammenarbeit statt Konkurrenzdenken müsste es Schwab zufolge sogar gelingen, als nächstes eine Hochschule in den Landkreis zu bringen.

Zahlreiche Netzwerkpartner

Netzwerkpartner des Starthouse im Spessart sind die Firmen Bosch Rexroth, Sorg, Energieversorgung Lohr/Karlstadt, Grampp, Mösslein, Spessarttraum, Raiffeisenbank Main-Spessart und Sparkasse Mainfranken, außerdem die Fachhochschule Würzburg/Schweinfurt, die Hochschule Aschaffenburg, die Stadtwerke Aschaffenburg, die IHK Aschaffenburg sowie Würzburg/Schweinfurt und das Gründerservicenetz Main-Spessart.

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