Lohr

Stellenabbau bei Bosch Rexroth: Betriebsrat fühlt sich übergangen

Weiß Bosch Rexroth schon ganz genau, wo welche Stellen wegfallen sollen? Das glaubt der Betriebsratsvorsitzende Klaus Friedrich. Er will verhandeln.
Bosch Rexroth Foto: Roland Pleier

Klaus Friedrich, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats bei Bosch Rexroth, ist unzufrieden mit den vom Arbeitgeber verkündeten Plänen zum Stellenabbau – weltweit 640 Stellen weniger, in Deutschland 230: "Das Vorgehen gefällt uns nicht." Auch der Betriebsrat sei erst am Dienstag, als die Pläne intern bekannt wurden, informiert worden. Die Belegschaft sei wütend und frustriert.

Es gebe keine Verhandlungstermine und keine Vereinbarungen mit Betriebsräten. Seinen Angaben zufolge will der Arbeitgeber nur im Teilbereich Vertrieb überhaupt mit dem Betriebsrat reden. Die Mehrzahl der in Deutschland betroffenen Arbeitsplätze befinde sich aber in anderen Bereichen, wo der Bosch Rexroth keinen Bedarf sehe, über Interessenausgleich und Sozialplan zu reden. Friedrich: "Die Arbeitgeberseite will nicht über das Paket verhandeln."

In Lohr vor allem Engineering und Einkauf betroffen

In Lohr seien vor allem die Bereiche Engineering und Einkauf betroffen. "Die Leute in diesen Bereichen sind überlastet. Wir sehen nicht, wo und wie da Stellen abgebaut werden können." Dass noch unklar sei, wie viele Mitarbeiter etwa in Lohr betroffen sind, wie von Bosch Rexroth behauptet, glaubt der Betriebsratsvorsitzende nicht. "Das hat die Firma komplett alles detailliert entschieden." Es sei immer alles "bis aufs Komma" durchgeplant, wenn das Unternehmen etwas entscheidet.

"Wir klären gerade, wie wir uns aufstellen", sagt Friedrich. Da etwa elf oder zwölf Standorte betroffen seien, dauere es etwas, bis eine Vorgehensweise abgestimmt ist. Sein Ziel ist klar: "Wir wollen mit dem Arbeitgeber an einen Tisch und verhandeln."

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