Partenstein

Stephan Amend: Partenstein hat gute Infrastruktur bis aufs Abwasser

Stephan Amend vor dem Partenstein-Bild in seinem Büro. Foto: Stephan Amend

Seit 2008 ist Stephan Amend Bürgermeister von Partenstein, und tritt auch diesmal wieder als Kandidat für die Freien Wähler an, einen Gegenkandidaten gibt es nicht. Amend will auf seine Wähler zugehen, meint aber: "Ich möchte das nicht Wahlkampf nennen, sondern lieber Wahlwerbung." Wobei er nicht groß Flyer verteilen möchte, das koste unnötig Geld und sei ja auch nicht nachhaltig. Im Gespräch erläutert er seine Beweggründe für eine dritte Kandidatur.

Frage: Warum wollen Sie Bürgermeister bleiben?

Stephan Amend: Wir haben im Ort viele offene Baustellen, wobei manche Projekte auch schon lange laufen. Die möchte ich auf jeden Fall noch weiterbegleiten – und dazu auch neue anstoßen. Auch wenn es viel Bürokratie gibt, die Arbeit als Bürgermeister macht mir auch nach zwölf Jahren immer noch Spaß, das mache ich gerne, Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen. Die Atmosphäre im Gemeinderat ist auch gut, trotz manchmal auch kontroverser Diskussionen läuft das insgesamt harmonisch.

Was bringen Sie dafür mit?

Amend: Da ist einmal meine inzwischen zwölfjährige Erfahrung als Bürgermeister hier. Im Partensteiner Gemeinderat bin ich sogar schon seit 30 Jahren und war auch jahrelang zweiter Bürgermeister. Daher kenne ich den Ort und die Arbeit sehr gut. Ich kann dadurch auch unterscheiden, was wirklich wichtig ist, und was notfalls noch etwas warten kann, so dass man sich nicht in Problemen verzettelt. Außerdem bin ich ein umgänglicher Mensch, ich gehe gerne auf die Leute zu. Wo bei man es aber erfahrungsgemäß nicht immer allen recht machen kann.

Was gefällt Ihnen besonders in Ihrer Gemeinde?

Amend: Das gute Miteinander, das wir dort haben, der starke Zusammenhalt unter den Menschen. Das sieht man auch beim Vereinsleben, das sehr rege ist. Wir haben auch eine gute Infrastruktur hier, mit allem, was man zum täglichen Leben braucht: Lebensmittelmarkt, Bäcker, Metzger, Arzt, Zahnarzt, Physiotherapie, das gibt es bei uns im Ort alles – noch. Da stehen wir gegenüber den meisten Dörfern in der Region sehr gut da. Und nicht zuletzt haben wir ja unsere wunderschöne Lage inmitten der Natur im Spessart. Ich habe direkt gegenüber von meinem Schreibtisch ein großes Plakat mit einer Luftaufnahme von Partenstein hängen, da habe ich bei meiner Arbeit immer unseren schönen Ort vor Augen.

Wie wollen Sie Ihre Gemeinde digital entwickeln?

Amend: Wir haben ja schon die zweite Stufe des Breitbandausbaus gemacht, bei uns bekommt man inzwischen je nach Lage 30, oder sogar 50 bis 100 MBit/s. Wir haben da also schon einiges erreicht, aber das geht natürlich immer weiter, da müssen wir dranbleiben.

Wo liegt in Ihrer Gemeinde das größte Problem?

Amend: Das ist ganz klar die Abwasserbeseitigung. Im Abwasserverband Lohrtal kämpfen wir zusammen mit Frammersbach gegen die Probleme, die sich gehäuft ergeben, weil die Kläranlage nun inzwischen schon fast vierzig Jahre alt ist. Wir haben da in den letzten Jahren immer wieder Verbesserungen vorgenommen. Doch der Neubau, den wir stemmen müssen, ist ein dicker Brocken, 7,6 Millionen Euro, und dafür gibt es wohl kaum Fördermittel. Da hängt auch vieles andere daran, auch die Ausweisung von Neubaugebieten.

Nennen Sie ein Projekt, das Sie zum Ende der kommenden Amtszeit abgeschlossen haben möchten!

Amend: Das ist das Neubaugebiet Scholzenfeld II, um neuen Wohnraum für Familien anbieten zu können, wobei das eben auch vom Abwasserthema mit abhängt. Außerdem der Bahnhofsvorplatz, dass der ansehnlicher gestaltet wird.

Was möchten Sie zum Thema Nachhaltigkeit für Ihre Gemeinde anstoßen?

Amend: Das ist ein großes Thema. Das berücksichtigen wir zum Beispiel bei der Bewirtschaftung des Gemeindewalds, dass die nachhaltig erfolgt. Außerdem sind wir in Partenstein schon lange sehr energiebewusst. Wir beziehen unseren Strom ja auch nicht wie die meisten anderen Gemeinden vom Bayernwerk, sondern kaufen ihn über das E-Werk der Gemeindewerke Partenstein direkt selber ein. An zwei Stellen gibt es Stromerzeugung durch Wasserkraft, und wir bauen auch die Photovoltaik aus, auf den Dächern der öffentlichen Gebäude.

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