Mittelsinn

Strahler soll den Mittelsinner Zebrastreifen ausleuchten

Die Gemeinde möchte ihrer Verantwortung der sicheren Straßenquerung der Staatsstraße 2304 zum Bahnhof gerecht werden. In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Mittelsinn sprach Bürgermeister Peter Paul an, dass festgestellt wurde, dass besonders Kinder in den frühen Morgenstunden, gerade in den Wintermonaten, den Fußgängerüberweg auch bei roter Ampel, überqueren. Nachdem der Überweg selbst überhaupt nicht beleuchtet ist und sich den Autofahrern nur mit einem grellen "Grün - freie Fahrt" präsentiert, seien diese Kinder einer extremen Gefahr ausgesetzt.

Mit einem Beleuchtungskonzept des Stromversorgers "RhönEnergie" möchte die Gemeinde der besseren Sicherheit Rechnung tragen. Das Konzept sieht die Installation eines zusätzlichen, nach unten leuchtenden Strahlers vor, der auf dem Ampelmast befestigt ist und den "Zebrastreifen" ausleuchtet. Die vom Ampelbetreiber Straßenbauamt angeforderte Stellungnahme bestätigt die schlechte Sicht auf Fußgänger gerade bei Dunkelheit. Ab 22.30 Uhr wird die Lampe auf eine Leistung von 50 Prozent gedimmt, erklärte Paul. Die Kosten von rund 2000 Euro übernimmt die Gemeinde, beschloss das Gremium einmütig.

Bewegungsmodul installieren

Mit der nächtlichen Dauerbeleuchtung des Fußwegs von der Bergsiedlung zur alten Bahnhofstraße befasste sich der Rat mit einem weiteren Beleuchtungsproblem. Paul merkt schmunzelnd an, dass hierzu keine Notwendigkeit besteht und höchstens die dortigen Windschweine auf ihrer nächtlichen Pirsch begleitet werden. Ein Bewegungsmodul, welches die Beleuchtung des Fußwegs nur bei einem passierenden Menschen einschaltet und 30 Minuten das Licht brennen lässt, soll Abhilfe schaffen.

Die Gemeinde Mittelsinn beteiligt sich am Projekt "Wald erFahren", einer Verdichtung der Lademöglichkeiten für E-Bikes in den Landkreisen Aschaffenburg, Main-Spessart und Miltenberg mit gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit, berichtete Bürgermeister Peter Paul. Die Ladestation konnte dieser Tage vom Bauhof an der Mauer unterhalb der Gemeindekanzlei installiert werden. Leider entfalle dadurch künftig eine Parkfläche, da die Fahrradständer einen gewissen Platz benötigen. Die auszuleihenden Ladekabel sind jetzt erst einmal in der Bäckerei Sachs deponiert. "Jetzt können die Radler den Service zum Start der neuen Radlersaison nutzen."

Mit der Submission der Kanalsanierungsarbeiten in der Brunnenstraße am 27. März wird die Gemeinde Mittelsinn wohl einen Meilenstein setzen. Im 2019er Haushalt hatte Kämmerer Sebastian Bechold dafür 411 000 Euro bereit gestellt. Die Auftragsvergabe ist auf den 1. Juni 2020 terminiert.

Vor rund eineinhalb Jahren hatte der Mittelsinner Gemeinderat seine Bereitschaft erklärt, sich am "DenkOrt Aumühle", dem unterfrankenweiten Projekt einer Erinnerungsstätte zum Gedenken seiner deportierten Juden, zu beteiligen, sagte Bürgermeister Peter Paul. Das Gremium hatte den Standort im Schulhof, direkt gegenüber der ehemaligen Synagoge festgelegt.

Segnung und Übergabe der Gepäckstücke und Erinnerungstafel findet am Samstag, 21. März, um 14 Uhr statt.

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