Rieneck

Straßenbauamt soll Rienecker Ortsdurchfahrt nicht selbst ausbessern

Bei der Übergabe der Straßenbaulast der Ortsdurchfahrt der ehemaligen Staatsstraße 2303 an die Stadt Rieneck müssen die Unterhaltungsmängel durch das Straßenbauamt beseitigt oder durch eine Ablösesumme abgegolten werden. Der angebotene Betrag erscheint den Stadträten zu gering und bei Ausführung durch die Behörde befürchten sie einen Flickenteppich. Foto: Helmut Hussong

Einen Flickenteppich befürchten gleich mehrere Stadträte, falls das Straßenbauamt in der bisherigen Ortsdurchfahrt vorhandene Unterhaltungsmängel selbst behebt. Mit der Umwidmung der ehemaligen Staatsstraße 2303 in eine Ortsstraße muss diese in einem "ordentlichen" Zustand in die Straßenbaulast der Stadt übergeben werden: "Da wird doch nur das Allernotwendigste gemacht", hieß es von Seiten des Gremiums. Alternativ bietet die Behörde der Stadt eine Übernahme der Straßenbaulast unter Erhalt einer Ablösezahlung von rund 44 600 Euro für die vorhandenen Unterhaltungsrückstände. Aber auch diese Summe erscheint dem Gremium zu niedrig, um selbst kostendeckend den gewünschten Zustand herstellen zu lassen.

"Da fehlt noch eine Null dahinter", war Hubert Nickel von wesentlich höheren Kosten überzeugt. So entspreche der Straßenunterbau nicht mehr den heutigen Erfordernissen. In den vergangenen Jahren sei dieser Unterbau, möglicherweise auch der in der Straße liegende Schmutzwasserkanal, durch den zunehmenden Schwerlastverkehr zudem stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Sein Vorschlag: Das Straßenbauamt richtet die Straße mit ordnungsgemäßen Unterbau her und die Stadt beteiligt sich aus Kulanz an den Kosten mit 20 Prozent.

Krutsch: Straßenbaum berücksichtigt wesentliche Dinge nicht

"Das Straßenbauamt hat den Unterbau ordnungsgemäß herzustellen und nicht nur die Oberfläche", stellte auch Silvester Krutsch fest. Zudem seien bei der Kostenberechnung des Straßenbauamtes einige wesentliche Dinge nicht berücksichtigt. Deshalb sollte Rieneck selbst einen Bausachverständigen einschalten. Dieser könnte sowohl die Kostenberechnung der Behörde prüfen, als auch für die Stadt selbst ein eigenes Gutachten erstellen.

Auf jeden Fall wäre es besser, das Geld zu nehmen, da bei der anstehenden Gestaltung der Ortsdurchfahrt und des Stadtkernes bei der Altstadtsanierung oder des integrierten städtischen Entwicklungskonzeptes der Straßenbereich nochmals überarbeitet werden muss. Davon waren weitere Gremiumsmitglieder überzeugt und mahnten die "längst überfälligen" Planungsvorschläge an.

"Wir werden mit dem Straßenbauamt über den Ablösebetrag verhandeln", fasste Bürgermeister Wolfgang Küber die Wortmeldungen zusammen. Eine Ausbesserung der Ortsdurchfahrt durch die Behörde sei daher nicht gewünscht. Das Gremium entschied, einen Bausachverständigen zu kontaktieren, um mögliche Gutachterkosten zu ermitteln und die Erfolgsaussichten für eine Verhandlung einzuschätzen.

Kanalnetz wird vom Läusberg bis zum Bahnhof befahren

In diesem Jahr steht ein weiterer Teil des Rienecker Kanalnetzes zur TV-Untersuchung an. Für die Befahrung des Kanalnetzes der Straßen, beginnend ab Läusberg bis hin zum Bahnhof, erhielt die Firma Kirsch mit dem günstigsten Angebot von 64 540 Euro den Zuschlag.

Nachdem die Hauptstraße in Rieneck nicht mehr als Teil der Staatsstraße 2303 deklariert ist, muss diese als Ortsstraße in die Reinigungs- und Sicherungsverordnung einbezogen werden. Dazu wurde die Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter aktualisiert und vom Stadtrat verabschiedet.

Schlagworte

  • Rieneck
  • Helmut Hussong
  • Altstadtsanierungen
  • Bahnhöfe
  • Kosten
  • Kostenberechnung
  • Kostendeckung
  • Schwerlastverkehr
  • Stadträte und Gemeinderäte
  • Straßenbauämter
  • Städte
  • Wolfgang Küber
  • Öffentliche Behörden
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!