Gemünden

Supermarkt-Hausverbot ignoriert: Nun muss das Gericht urteilen

In keinem Lebensmittelgeschäft sind Kunden gerne gesehen, die in oder vor dem Laden für alle sichtbar Alkohol trinken oder alkoholisiert einkaufen gehen. So geschehen am 19. März diesen Jahres bei einem Discounter in Gemünden. Hier wollten ein 37-Jähriger und eine 42-jährige Frau einkaufen, obwohl gegen beide ein Hausverbot bestand. Das brachte ihnen eine Anklage wegen Hausfriedensbruch ein.

Mit drei Flaschen Alkoholika im Rucksack, die er zuvor in dem Geschäft gekauft hatte, betrat der Mann kurz nach 12 Uhr erneut die Geschäftsräume, um noch einen "6-er-Träger" Bier zu kaufen. Dabei traf er auf den Filialleiter, der ihn auf ein seit dem Jahr 2017 gültiges Hausverbot aufmerksam machte und des Geschäfts verwies. Der unliebsame Kunde war jedoch nicht damit einverstanden.

Schon einmal wegen Verstoß gegen Hausverbot vor Gericht

Er hatte bereits im August 2017 "nach einem Vorfall" ein unbefristetes Hausverbot erhalten und war wegen des Deliktes auch vom Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Mit dem Bezahlen der Strafe dachte er, so seine Aussage, dass auch das Hausverbot aufgehoben sei.

Am Nachmittag, gegen 16 Uhr, fiel die 42-jährige Bekannte des Mannes dem Filialleiter in dem Markt auf. Wegen ihres Alkoholgenusses im Laden bestand auch gegen sie ein Hausverbot, das aber anscheinend nicht restriktiv überwacht worden war in der Vergangenheit. "Vor dem Umbau des Marktes und auch danach", will die Frau unbehelligt mehrfach dort eingekauft haben.

Klarheit in der Frage, ob die meist mündlich ausgesprochenen Hausverbote bekannt waren und für welchen Zeitraum sie galten, brachte auch die Zeugenaussage des Filialleiters in der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Gemünden nicht. "Ich brauche die Aussagen der ermittelnden Polizeibeamten", erklärte Richterin Laura Paczesny. Doch die befanden sich am Verhandlungstag beide im Erholungsurlaub. Somit wird ein Fortsetzungstermin notwendig, der innerhalb der nächsten drei Wochen vorgesehen ist.

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