Erlenbach

Tanzende Trauben für die neue Weinprinzessin

Die neue Erlenbacher Weinprinzessin Tina Dworschak nimmt die Krone von ihrer Vorgängerin Teresa Diener entgegen. Ihnen zur Seite stehen Andreas Öhm, Vorstandsvorsitzender der Winzergemeinschaft Franken (von links), Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab, stellvertretender Landrat Harald Schneider, Erlenbachs Bürgermeister Georg Neubauer, Weinbauvereinsvorsitzender Paul Diener und Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbands. Foto: Dorothea Fischer

In Erlenbach sind die Trauben heuer besonders früh reif. Am Samstagabend machten sich ein paar junge Männer mit weißen Hemden, glitzernden Hosenträgern und Strohhüten auf, um die Früchte, die auf der Festhallenbühne tanzten, zu pflücken. Nach der Ernte lichtete sich das Laub und gab den Blick auf die neue Weinprinzessin frei.

Die 23-jährige Tina Dworschak ist eine "echte Erlenbacherin". Als sie für zwei Jahre mal nicht dort gelebt hatte, habe sie erst gemerkt, wie sehr ihr die Heimat fehle, bekannte sie in ihrer Antrittsrede. Dworschak hätte nicht zu träumen gewagt, dass sie den Erlenbacher Krähenschnabel einmal repräsentieren würde, sagte sie. "Normalerweise tanze ich auf dieser Bühne. Ich hätte nie gedacht, dass ich hier mal vor so vielen Menschen sprechen würde."

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Von Nervosität war bei diesen Worten nichts zu spüren. Vielmehr strahlte Dworschak in ihrem knielangen, blassgrünen Dirndl eine Vorfreude auf das Amt der 27. Erlenbacher Weinprinzessin aus, die auch in ihren Augen zu lesen war. Das erkannte auch Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes: "Ich bin überzeugt, dass Tina Freude am Amt haben wird und diese Freude verbreiten wird."

Dworschak genoss es sichtlich, dass sie einen "Hofstaat" um sich hatte. Teresa Diener, ihre Vorgängerin, setzte ihr die Krone auf, flankiert von Steinmann sowie dessen Stellvertreter und Vorstandsvorsitzendem der Winzergemeinschaft Franken, Andreas Öhm. Harald Schneider, stellvertretender Landrat, Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab, Erlenbachs Bürgermeister Georg Neubauer und Weinbauvereinsvorsitzender Paul Diener waren die Ersten, die Tina Dworschak zu ihrem neuen Amt beglückwünschten.

Auch die jungen Männer der Garde standen Spalier. "Diese Buben sind mein ganzer Stolz", sagte Dworschak. Jetzt, da ihre Trainerin Weinprinzessin ist, kommen noch ganz andere Verpflichtungen auf sie zu: "Ich hoffe, dass ihr mich auf viele Veranstaltungen begleitet." Die jungen Männer werden am Tisch der Hoheiten aus der Region, die auch der Krönungsfeier beiwohnten, sicherlich gern gesehene Gäste sein.

Der Abschied von Teresa Diener aus ihrem Kreis fiel den jungen Frauen sichtlich schwer. Sie schenkten Diener einen Gutschein für eine Rotweinprobe - etwas, das sie während ihrer Amtszeit gerne einmal gemacht hätte, wie sie im Gespräch bekannte. Sicherlich hatte sie auch ihr Kleid für diesen Abend mit Bedacht gewählt. Es hatte die Farbe der Domina, ihres Lieblingsweins, den sie souverän als geschmackliche Komposition von Johannisbeere und Waldfrüchten beschrieb.

In einer Diashow zeigte Teresa Diener, was sie in den vergangenen zweieinhalb Jahren ihres Prinzessinnendaseins erlebt hat. Die Gäste in der Festhalle erlebten einen kurzweiligen, abwechslungsreichen Abend mit verschiedenen Weinproben, Köstlichkeiten von Winzerkoch Thomas Liebler und seinem Team, Musik von "Julian & Max" sowie den Erlenbacher Musikanten.

Paul Diener, der im Namen der Winzer aus Erlenbach und Tiefenthal durch den Abend führte, bescheinigte der scheidenden Weinrepräsentantin Weisheit, Gelassenheit und Humor: "Weinprinzessin zu sein, war für dich eine Herzensangelegenheit." Teresa Diener sei ihre Aufgaben aber auch mit der Zielstrebigkeit und Klarheit einer Ingenieurin angegangen. Als Dank überreichte Diener ihr eine Kette mit Anhänger, die ein örtlicher Künstler exklusiv für sie angefertigt hatte.

Auch stellvertretender Landrat Harald Schneider lobte Diener: "Als Musikerin trifft sie immer den richtigen Ton." Sie habe ihre Heimat vertreten, sich ein fundiertes Wissen rund um den Wein angeeignet und mit einer großen Portion Charme weitergegeben. Einen Wunsch sprach er auch in Richtung der neuen Erlenbacher Hoheit aus: "Wir brauchen in Main-Spessart auch mal wieder eine Fränkische Weinkönigin."

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