RIENECK

Telekom erhält Zuschlag für Netzausbau

Abschluss des Kooperationsvertrages der Stadt Rieneck mit der Deutschen Telekom. Das Bild zeigt Vermessungsdirektor Erhard Glaab, Klaus Markert und Peter Flory von der Deutschen Telekom und Bürgermeister Wolfgang Küber. Foto: Hubert Wiegand, Stadt Rieneck

5,4 Kilometer Glasfaserkabel und fünf Multifunktionsgehäuse machen ab Mitte 2017 in Rieneck schnelleres Internet möglich. Rund 503 Haushalte können dann Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s (Megabit pro Sekunde) nutzen, teilt die Telekom in einem Pressebericht mit.

Das Netz werde dann so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich seien. Die Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Ausbau in Rieneck gewonnen; nun haben Gemeinde und Telekom den Vertrag unterschrieben.

Starker Partner

„Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an unserer Seite. So ermöglichen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern in Kürze den begehrten Zugang zum schnellen Internet“, sagte Bürgermeister Wolfgang Küber bei der Vertragsunterzeichnung. „Für Familien, Arbeitnehmer mit Home Office, Selbstständige und unsere Unternehmen bringt höheres Tempo enorme Vorteile. Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil, der sich auch positiv auf den Wert einer Immobilie auswirkt.“

„Wir danken der Gemeinde für das entgegengebrachte Vertrauen und werden das Projekt zügig umsetzen“, sagten Peter Flory, Vertriebsbeauftragter, und Klaus Markert, Projektleiter Technik. „Wir versorgen Rieneck mit moderner Technik und machen die Gemeinde damit zukunftssicher.“

Laut der Mitteilung steigt die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Parallel wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. Der Ausbau dauert in der Regel zwölf Monate. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse nutzen.

Wie VDSL funktioniert

VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ist eine Breitbandtechnologie. Sie nutzt für die Übertragung von Daten eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserleitungen. VDSL unterscheidet sich von DSL (Digital Subscriber Line) durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL wird derzeit eine Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) beim Herunterladen erreicht. Ein DSL-Anschluss schafft bis zu 16 MBit/s, heißt es in der Mitteilung der Telekom.

Je näher die Glasfaserleitung an die Teilnehmeranschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo. Die Glasfaser transportiert das Datensignal bis zum Multifunktionsgehäuse (MFG), dem großen grauen Kasten am Straßenrand, einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Von dort aus wird das Signal über das Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

Dafür wird Bandbreite benötigt

Für das einfache Surfen, das Lesen von E-Mails und selbst für das Herunterladen von einzelnen Musiktiteln reichen DSL-Geschwindigkeiten. Mit dem Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL ist mehr möglich: Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen – auch in HD-Qualität (High Definition) – ist über diesen Anschluss gleichzeitig möglich. Die hohe Datenrate von VDSL verkürzt die Ladezeiten von Webseiten und Dokumenten erheblich und Streaming-Angebote von Musikanbietern und Videoportalen laufen ruckelfrei.

Die Deutsche Telekom baut seit 2006 VDSL aus. Derzeit können rund zwölf Millionen Haushalte das Hochgeschwindigkeitsnetz nutzen. Bis Ende 2016 werden es rund 24 Millionen Haushalte sein.

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