Frammersbach

Teppich erleichtert das Altarschmücken

Einen Bildteppich für Fronleichnam hat Gisela Uhl geknüpft. Foto: Karl-Heinz Liebler

Vier Monate lang geknüpft für das Fronleichnamsfest hat Gisela Uhl. Mit ihrem Ehemann Armin hat sie einen Teppich mit christlichen Motiven entworfen und hergestellt, der das Schmücken des Fronleichnamsaltars erleichtert.

Das Fronleichnamsfest feiert die Kirchengemeinde Frammersbach mit einer Messe und einer Prozession durch den Ort. Dabei wird die Monstranz mit dem »Allerheiligsten« in einem Zug mit Gebet und Gesang durch die geschmückten Straßen getragen. An vier Außenaltären wurden früher Fürbitten gesprochen und der sakramentale Segen erteilt. Die Prozession endete dann in der Pfarrkirche.

Kaum noch Helfer

Der Aufbau und das Schmücken der vier Altäre war sehr mühsam. Schon in den frühen Morgenstunden trafen sich die Helfer, um den Altar für ihren Ortsteil aufzubauen. In den letzten Jahren wurde es immer schwieriger, genügend Helfer für den Aufbau der Altäre, für das Schmücken mit Blumen und für das Auslegen der Bildmotive zu finden.

"Meine Nachbarin war für den Altaraufbau am Marktplatz zuständig. Als sie wieder einmal ihr Leid klagte, kam mir die Idee, statt des aufwendigen Auslegens der Blumenbilder einen Teppich auszulegen. Knüpfen konnte ich und Wolle hatte ich auch genug", erzählt Gisela Uhl.

Die ausgebildete Handarbeitslehrerin überlegte nicht lange. Ihren Entwurf gestaltete sie mit christlichen Motiven, passend zu Fronleichnam: Im Zentrum des Bildes steht ein Kreuz, überstrahlt vom Lamm Gottes. Im unteren Teil erkennt man Bilder aus der Geschichte der Brotvermehrung, da sind fünf Brote und zwei Fische abgebildet. In den beiden Ecken am oberen Bildrand sind das Brot Christi und ein Weinstock zu erkennen. Alle Motive bilden zusammen ein Kreuz, das über das ganz Bild reicht.

70 000 Knoten

Rückblickend erzählt sie: "Die Herstellung des Teppichs hat Spaß gemacht. Ich habe in jeder freien Minute geknüpft. Manchmal habe ich mit meinem Mann Armin gemeinsam gearbeitet. Wir haben ungefähr vier Monate für die Herstellung gebraucht. Immerhin waren es über 70000 Knüpfungen."

Vielfach verwendbar

Obwohl das Knüpfen beruhigt und entspannt, waren die Uhls doch froh, als der Teppich fertig war. Die Eheleute haben ihn der Pfarrei Frammersbach geschenkt. Da kann er jetzt bei verschiedenen Feierlichkeiten verwendet werden. Der Teppich ist aus reiner Schurwolle hergestellt und wird bei sachgerechter Lagerung der Pfarrei noch lange erhalten bleiben.

Die Feier des Fronleichnamsfestes beginnt in Frammersbach in diesem Jahr mit einer Messe im Innenhof des Seniorenheims "Haus Lohrtal" in der Ortsmitte. Da wird der Bildteppich von Gisela Uhl vor dem Altar ausgelegt und kann betrachtet werden. Die folgende Prozession über die Wiesener Straße endet am Ehrenmal an der Pfarrkirche.

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