Lohr

Toleranz stärken durch das Zusammenkommen

Am Freitagabend feierten Besucher und Mitglieder des Türkisch-Islamischen Kulturvereins gemeinsam das Fastenbrechen. Foto: Sarah Slawik

Miteinander gegessen, getrunken und gelacht haben die Teilnehmer am Freitagabend ab 20.30 Uhr im Türkisch-Islamischen Kulturverein in Lohr. Gemeinsam mit geladenen Gästen wie dem Lohrer Bürgermeister Mario Paul und Menschen aus Afghanistan, Syrien oder Ägypten feierten die Mitglieder und der Vorsitzende des Vereins, Hanifi Oymak, sowie sein Sohn Emre das Fastenbrechen.

Beziehungen pflegen

Das Essen bestand aus türkischen Speisen. Auf den Tisch kamen unter anderem gefüllte Weinblätter, Linsensuppe, frisch gebackenes Brot und eine süße Nachspeise aus dünnen Teigfäden. Im Anschluss wurde außerdem schwarzer Tee ausgeschenkt. »Das Zusammenkommen soll die Gemeinschaft und Toleranz stärken«, sagt Hanifi Oymak in seiner Begrüßungsrede. »Jeder soll sich hier wie Zuhause fühlen.«

Bürgermeister Mario Paul bedankte sich für die Einladung. Es sei wichtig, in der Stadt zusammenzufinden und Beziehungen zu pflegen. Als ein freundschaftliches Treffen bezeichnet Emre Oymak das Fastenbrechen. Nachdem Vorbeter Simsek Davut Verse aus dem Koran vorgetragen hatte, fuhr Emre fort: »Ramadan stammt von dem Wort ramdaa ab, was so viel bedeutet wie »Das Erhitzen der Steine unter der Sonne. Die Sünden werden im Fastenmonat verbrannt.«

Beim Ramadan sollen die Tore des Himmels geöffnet sein. »Dabei konzentrieren sich die Muslime auf die anderen vier Säulen des Islam. Sie denken an die Menschen, die immer Hunger haben.« Muslime essen beim Fastenbrechen abends nicht so üppig, wie viele Menschen denken.

Ein Drittel bestünde aus Nahrung, eines aus Wasser und das letzte Drittel bliebe leer, so Emre Oymak. Der Ramadan fing dieses Jahr am 6. Mai an und geht noch bis 3. Juni. »Der Fastenmonat dauert 29 oder 30 Tage«, erklärt der erste Vorsitzende. »Jedes Jahr findet das gemeinsame Essen statt, zu dem jeder kommen darf, auch ohne Einladung oder Mitgliedschaft im Verein.«

Nach dem Mondkalender

Wann der Ramadan beginnt, richtet sich nach dem Mondkalender. So findet er mal im Sommer, mal im Winter statt. »Also müssen wir im Winter nur von 6.19 Uhr bis 16.29 Uhr fasten. Das sind im Vergleich zu den Sommermonaten sieben Stunden weniger«, sagt Emre Oymak. Nächstes Jahr beginnt der Ramadan am 24. April an. Auch für 2020 ist laut Hanifi Oymak wieder ein gemeinsames Fastenbrechen im Türkisch-Islamischen Kulturverein geplant.

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