Marktheidenfeld

Traum vom Kinderzentrum soll Wirklichkeit werden

Denise Benz (links) aus Karbach und Nina Roßberg (Mitte) aus Marktheidenfeld zusammen mit den Gasteltern und Kindern des Hope-Home in Tansania. Foto: Denise Benz

Bereits im Sommer hatten sich Denise Benz aus Karbach und Nina Roßberg aus Marktheidenfeld mit 60 Kilogramm Gepäck und Taschen voller Geschenke und Mitbringsel für die Kinder des Waisenhauses Hope-Home wieder auf den Weg nach Tansania gemacht. Herzlich empfangen wurden sie nach 16 Stunden Flug, obwohl mitten in der Nacht, von einer Schar aufgeregter und fröhlicher Kinder im Hope-Home ihres Vereins Weltherz.

Ein voller Terminplan lag dann vor den beiden. Gleich am ersten Tag ging es mit 20 Kindern nach Arusha zu einer Landwirtschaftsmesse. Die Kinder konnten hier etwas über Tiere, den Anbau von Obst und Gemüse und Landwirtschaft im Allgemeinen lernen. Denise Benz und Nina Roßberg selbst probierten köstlichen einheimischen Honig aus dem Ngorongoro-Krater, sahen exotische Tiere und lernten die tansanische Gartenbauart des "Sack gardening" kennen. Hierbei werden Samen- und Pflänzchen in alten Kaffee- und Zementsäcken gepflanzt, was aufgrund der afrikanischen Bodenbeschaffenheit in manchen Regionen die einzige Möglichkeit ist, Gemüse und Obst anzubauen.

In den nächsten Tagen wurde viel Zeit mit den Kindern verbracht. Neben Fußball und Federball standen auch Puzzeln und Kinderschminken hoch im Kurs. Die ersten Früchte der Unterstützung wurden sichtbar, war der Eindruck der beiden Frauen. Besonders die Kinder, die eine Privatschule besuchen, hätten große Fortschritte gemacht, ebenso die Schüler, die am Nachmittag regelmäßig Nachhilfestunden erhielten, sprechen mittlerweile richtig selbstbewusst Englisch. Der Wassertank, der Kühlschrank und die Waschmaschine, die im vergangenen Jahr dank der Weihnachtsspendenaktion angeschafft werden konnten, seien eine deutliche Erleichterung des Alltags.

Nach drei Tagen machten sich Denise Benz und Nina Roßberg dann in das 500 Kilometer entfernte Chalinze auf, um Grundstücke für den geplanten Umzug anzuschauen. Die tansanische Regierung hat beschlossen, in der Kilimanjaro-Region Waisenhäuser zu schließen und keine neuen zu genehmigen. Die zwölfstündige Busfahrt lohnte sich insofern, als schon am zweiten Tag ein passendes Grundstück gefunden wurde. Es ist an zwei Straßen angeschlossen und befindet sich in der Nähe eines Krankenhauses am Rand des Dorfes liegt, in dem der ehemalige tansanische Präsident heute lebt. Die Fläche ist eben, wenig bewachsen, der Boden fruchtbar und gut für den Gartenbau geeignet.  Auch bei der Preisverhandlung war man sich schnell einig. So konnten 25.000 Quadratmeter mit einer Kaufoption auf weitere Flächen erworben werden.

Das ist ein großer Schritt zur Umsetzung künftiger Ziele - den Bau eines Waisenhauses, um dem Hope-Home-Projekt ein kindgerechtes und langfristiges Zuhause mit der Möglichkeit einer nachhaltigen Selbstversorgung zu schaffen, und in einem späteren zweiten Schritt eine Schule anzugliedern.

Auch in diesem Jahr ist Weltherz e.V. wieder mit einem Stand am Marktheidenfelder Weihnachtsmarkt vertreten. Denise Benz und Nina Rossberg informieren dort persönlich über das Projekt. Wer den gemeinnützigen Verein finanziell unterstützen möchte: Weltherz e.V.; IBAN: DE97702501500028883254, BIC: BYLADEM1KMS, Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg.

Weitere Informationen über Weltherz und das Projekt im Internet unter www.weltherz.org

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