MARKTHEIDENFELD

Trends beim Baumschmuck: Gestrickt, gefaltet und gefüllt

Leuchtender Schmuck, leuchtende Kinderaugen: Lila und weiß glänzt in diesem Jahr der Baum der Familie von Ayleen Kirchne... Foto: Melanie Anders

In Sachen Baumschmuck ist es wie in Sachen Mode: Setzen die einen auf Tradition, ist es bei den anderen der Trend. Sprich: Bügeln die einen Jahr für Jahr ihr Lametta auf, treibt andere bereits Anfang November die Frage um: Was soll er dieses Jahr tragen, unser Baum? Dass es dabei nicht an Auswahl mangelt, zeigt ein Gang durch die Marktheidenfelder Innenstadt.

Immer wieder oder immer noch beliebt: klassischer Baumschmuck in den Farben Rot, Gold und Silber. Das bestätigt auch eine Verkäuferin beim Marktheidenfelder Kaufhaus Udo Lermann. Selbst der gute alte Salzteig scheint noch zu leben: Erst gestern habe sie mit ihren Kindern Monde und Sterne aus der schnell hergestellten Knetmasse aus Salz, Mehl und Wasser für ihren diesjährigen Tannenbaum gebacken, bestätigt eine eilige Kundin. Neben denen, die es eher mit traditionellem Schmuck halten, sieht man auch die, die nach etwas Extravagantem Ausschau halten: Anthrazit oder gar Schwarz heißen die in diesem Jahr heiß begehrten Farben.

Baumschmuck in Handarbeit

Auf Handarbeit setzen die Kunden beim Bastelladen „Basti“ ein paar Straßen weiter. Fröbelstern heißt dort der diesjährige Trend: ein dreidimensionaler Papierstern, der aus vier Papierstreifen geflochten wird. Der nach dem Pädagogen Friedrich Fröbel benannte Faltstern wurde von ihm zur Ausbildung der feinmotorischen Fähigkeiten aus einfachen Grundformen entwickelt. Mittlerweile werden auch vorgeschnittene Papierstreifen zum Kauf angeboten.

Ebenso im Marktheidenfelder Fachgeschäft nachgefragt werden entsprechende Kugeln zum Basteln von Perlensternen – egal, ob glitzernd oder im schlichten Holzkugel-Design.

Aber es muss nicht immer glänzen und glitzern am Tannenbaum, sondern kann sich auch einfach nur gut anfassen: wollig zum Beispiel. Den Umgang mit Strick- oder Häkelnadel aber sollte beherrschen, wer sich für die Ummantelung seiner Weihnachtskugeln mit Wolle entscheidet. Auch bei Birgit Menke in ihrem Geschäft „Wolle Farbenfroh“ in Marktheidenfeld hängen ein paar umstrickte und umhäkelte Werke. Bei einer Tasse Kaffee gibt sie Interessierten Tipps, wie aus einer Kugel zum Beispiel ein Rentier mit roter Nase wird.

Dass die Weihnachtsbaumkugel längst nicht mehr einfach nur „Kugel“ ist, sieht man im Geschäft von Sabine Münz in der Mitteltorstraße. Neben einer kunstvollen Ummantelung oder Farbe bestechen die Weihnachtskugeln dort – ähnlich wie der Weihnachtsbraten – durch ihre Füllung. Durch ihr gläsernes Äußeres in Form einer Glocke sieht man zum Beispiel einen Hirsch, Schnee oder allerlei Weihnachtliches.

Doch was tun, wenn der zimmerhohe Baum erst gar keinen Platz im Wohnzimmer findet? Die Floristen Blumen Carl und Hamberger setzen auf Alternativen: Neben etlichen Gestecken oder Weihnachtssternen präsentieren sie allerlei Handliches in Grün.

Unverwelkbar und nadelfrei

Und wer gar nichts Pflanzliches haben möchte? Der setzt auf den unverwelkbaren, ewig währenden Weihnachtsbaum aus Metall oder Holz mit eingebauten Kerzenhaltern oder in schlichter Holzstäbchenstapelweise zum Aufhängen.

Und für die ganz Eiligen gibt es – täuschend echt – die Variante aus Kunststoff. So auch bei der Familie Kirchner aus Marktheidenfeld. Warum sie sich gerade für so einen Baum entschieden hat? – Weil er nahezu kinderleicht und schnell aufzubauen ist, nicht nadelt und vor allem mehrere Jahre hält. Die vierjährige Tochter Ayleen findet den Baum jedenfalls toll, vor allem, wenn er geschmückt ist. Und das kann ja jedes Jahr anders ausschauen.

Gefülltes für den Baum: Glaskugeln bei Sabine Münz. Foto: Melanie Anders
Setzt auf Wolle am Baum: Birgit Menke im „Wollladen Farbenfroh“. Foto: Melanie Anders
Blume statt Baum: Marina Endres packt bei Blumen Hamberger ein. Foto: Melanie Anders

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