KARLSTADT

Türken deutschen ihre Namen ein

Cem Özdemirs Vornamen sprechen alle korrekt „Dschem“ aus. Doch dann sagen Nachrichtensprecher und sogar die Belegschaft in seinem Berliner Abgeordnetenbüro „Ötzdemir“ – statt „Ösdemir“ mit stimmhaftem S. Dabei hat er wahrlich nichts mit dem Ötztal zu tun.
Zahlreiche türkische Namen finden sich im Karlstadter Telefonbuch. Doch wie spricht man sie eigentlich aus? Die türkischen Sonderbuchstaben kommen in Telefonbüchern nicht vor. Foto: FOTO KARLHEINZ HAASE
Auch unter den türkischen Namen in Karlstadt finden sich viele, die inzwischen eingedeutscht gesprochen werden. Sogar die Familien selbst tun dies, wenn sie mit Deutschen zu tun haben. So wird Aksar eigentlich Aksar geschrieben und Akschar gesprochen. Die Familie Coban nennt sich im Gespräch mit Deutschen Koban, müsste aber Dschoban gesprochen werden. Vielen bekannt ist der frühere Lehrer Siktas, der sich Siktas schreibt und Schiktasch spricht. Gleich elf Einträge mit Simsek finden sich im örtlichen Telefonbuch. Es müsste heißen Simsek, gesprochen Schimschek. Und der bekannte Karlstadter Fußballer und ...
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