URSPRINGEN

Überseekoffer erzählt eine traurige Geschichte

Mit seinen 1,30 Metern Länge, 60 Zentimetern Tiefe und auch 60 Zentimetern Höhe gleicht der dunkelgraue Koffer eher einer Kiste: Tatsächlich ist das beschriebene Stück der Überseekoffer des Ehepaars Landauer, das nach Amerika auswandern wollte.
Der Überseekoffer von Hermann und Hilda Landauer: Marga Zellers Eltern – Ida und Emil Amend – haben früher direkt neben dem jüdischen Ehepaar gewohnt, an dessen Schicksal beim Dorfjubiläum erinnert wird. Foto: Foto: Heidi Vogel
Mit seinen 1,30 Metern Länge, 60 Zentimetern Tiefe und auch 60 Zentimetern Höhe gleicht der dunkelgraue Koffer eher einer Kiste: Tatsächlich ist das beschriebene Stück der Überseekoffer des Ehepaars Landauer, das nach Amerika auswandern wollte. „Mein Vater hat immer gesagt, das ist der Überseekoffer der Landauers“, erinnert sich die 73-jährige Marga Zeller. Sie ist die Tochter von Ida und Emil Amend, die seinerzeit direkt neben dem jüdischen Ehepaar Hermann und Hilda Landauer und deren Sohn Isfried in der heutigen Grabengasse in Urspringen gelebt haben. Marga Zeller kennt die jüdische Familie nur ...