WERNFELD/KLEINWERNFELD

Unerwartete Erleuchtung

Etwas eigenartig ist im Wernfelder Wernweg und in Kleinwernfeld der Austausch der Straßenbeleuchtung verlaufen: Die Stadtverwaltung erfuhr erst im Nachhinein von dieser Maßnahme ihres Tochterunternehmens EVG (Energieversorgung Gemünden)! Zahlen aber müssen die Stadt 70 Prozent (26 250 Euro) und die Anlieger 30 Prozent (11 250 Euro).

Den seltsamen Vorgang erläuterte Peter Interwies von der städtischen Bauverwaltung: Die EVG habe die Stromversorgung über Dachständer auf eigene Kosten durch zeitgemäße Erdverkabelung ersetzt. Dabei wurden dann sinnvollerweise, aber eben ohne Absprache die veralteten und reparaturanfälligen Straßenlampen gegen moderne LED-Leuchten ausgetauscht. Die Maßnahme sei zur Verkehrssicherung geboten gewesen.

Bürgermeister Jürgen Lippert musste notgedrungen ohne Stadtratsbeschluss per „eiligem Dienstgeschäft“ zustimmen. Insbesondere die Wernfelder Stadträtin Martina Dittmeier war von dem Vorgang nicht erbaut. Wann die Anlieger die Abrechnung erwarte, wollte sie wissen. „Frühestens im nächsten Jahr“, sagte Bürgermeister Lippert, und Peter Interwies erklärte: „Es gibt so etwas wie Weihnachtsfrieden in unserem Haus.“ Soll heißen: keine Rechnungen unter den Christbaum.

Wie viele Anlieger im Wernweg betroffen sind, richte sich danach, wie weit die Beleuchtung reicht, sagte Interwies. Ob wirklich sieben neue Leuchten als Ersatz für die zwei alten nötig waren, wo doch die neuen viel heller sind, wollte Martina Dittmeier wissen und erfuhr, dass es Din-Normen dafür gebe. Verärgert hielt die Stadträtin der Verwaltung vor, dass Anlieger, die sich bei der EVG erkundigen wollten, ans Rathaus verwiesen worden seien, wo wiederum niemand Bescheid gewusst habe – den Bürgern sollte wenigstens eine richtige Telefonnummer für Fragen genannt werden.

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