Fellen

Unmut wegen Sperrung: Fellens Bürgermeisterin fordert mehr Gelassenheit

Die Schäden im Abwasserkanal im Ortsteil Wohnrod sind doch größer als zunächst vermutet. Hatte das Büro "Auktor Ingenieure" aus Würzburg im Hauptsammler zehn schadhafte Stellen lokalisiert und dafür einen Sanierungsaufwand von 106 000 Euro ermittelt, wurden nun zwölf weitere Schadstellen entdeckt, sagte Bürgermeisterin Zita Baur.

Deshalb ist besonders in den Teilstücken mit privaten Anschlüssen eine weitere Kamerabefahrung nötig, um den Schaden und dessen Verursacher zweifelsfrei zu ermitteln. Diese Untersuchung mit Dokumentation werde weitere 2500 Euro kosten, sagte Baur. "Die Kanalsanierung für 106 000 Euro ist noch nicht das Ende der Fahnenstange."

Sanierung der Mühlgrabenbrücke

Derzeit verlegt die Firma Preisendörfer Baudienstleistungen aus Burgsinn in Wohnrod für den Stromversorger RhönEnergie Stromkabel und einen Glasfaseranschluss für die Breitbandversorgung in die Häuser. Dabei stellte sich heraus, dass der Standort für die Straßenleuchten teilweise schwierig zu finden sei, erklärte die Bürgermeisterin.

Nachdem die Firma gerade im Ort tätig sei, solle sie auch für die Sanierungsarbeiten an der Mühlgrabenbrücke beauftragt werden. Dort hatte sich der Übergang am Brückenwiderlager gesetzt und eine Anpassung mit Asphaltieren ist nötig. Mit den Kosten von 2448 Euro war der Gemeinderat einverstanden und erteilte einstimmig den Zuschlag.

Zahlen aus dem Wasserwerk

Die Jahresabschlüsse des Wasserwerks der Gemeinde für 2017 und 2018 wurden Georg Höfling vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband erstellt.

Dei Bilanzsumme 2017 betrug rund 1,5 Millionen Euro und die Erfolgsrechnung wies einen Verlust von 17 900 Euro aus. Die rechnerischen Wasserverluste betrugen 18,4 Prozent und wurden als zufriedenstellend beurteilt.

Beim Jahresabschluss 2018 standen bei Aktiva und Passiva unter dem Strich rund 1,4 Millionen Euro, während die Erfolgsrechnung erneut einen Verlust von 17 744 Euro zeigte. Die Wasserverluste lagen bei 15,1 Prozent. Ohne Gegenstimme stellte das Gremium die Abschlüsse fest.

Unmut wegen Umleitung

Baur berichtete von Beschwerden aus der Bevölkerung wegen der Vollsperrung der Staatsstraße 2303 im Bereich des Sportplatzes mit der nötigen Umleitung. Sie appellierte an den Gemeinderat und warb um Unterstützung für Baufirma und Straßenbauamt, da mit diesem Projekt kommunale Wünsche wie die Querungshilfe und die Marspfad-Anbindung gelöst würden.

Der stellvertretende Bürgermeister Armin Pfeifroth konnte den Ärger der Bürgerschaft verstehen: "Fast eine Woche lang war gesperrt, die Fellener nahmen klaglos die Umleitung in Kauf, aber an der Baustelle habe sich nichts getan." Baur forderte von allen etwas mehr Gelassenheit. Wenn eine Straße gesperrt sei, dürfe man sie halt nicht befahren.

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