Lohr

Unterstützung der Diakonie wird von vielen Menschen gebraucht

Bei der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes berichteten die verschiedenen Dienste über ihre Arbeit.

Die Einsatzleiterin der Familienpflege Helga Wild-Krämer erläuterte, dass es mit den Krankenkassen noch immer keine kostendeckenden Sätze gäbe und die Verhandlungen 2019 mit einer Schiedsperson geführt werden. Dies geht aus einer Diakonie-Pressemitteilung hervor. Nach wie vor sei die Familienpflege auf existenzielle Förderung angewiesen. 2018 wurden 1040 Arbeitstage à 7,7 Stunden von den Familienpflegerinnen und 473 Arbeitstage von den Familienhelferinnen und Berufspraktikanten erbracht.

Sozialpädagoge Michael Donath ging auf die Entwicklung seiner Haupttätigkeit, der Beratungsstelle der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA), ein. Grundsätzlich seien die Betreuungszahlen relativ konstant. Im Berichtsjahr 2018 wurden ca. 700 Erwachsene, Kinder und Jugendliche fachlich mit 475 Beratungsgespräche betreut.

Die Statistik der KASA und Lohrer Tafel zeige, dass bereits im fortlaufenden Jahr 2019 viele Rentner von Armut betroffen sind. Ca. 20 Prozent der Bedürftigen leben von Erwerbsunfähigkeits- und Altersrente.

Michaela Gerlach berichtete über ihre Arbeit in der Müttergenesung und Beratung und Vermittlung in Mütterkuren und Mutter-Kind-Kuren. Neben der Tätigkeit in der Geschäftsstelle erklärte die Krankenschwester und Psychologische Beraterin, habe sie die Beratungszahlen vom letzten Jahr bereits überschritten. Bis November 2019 wurden 63 Mütter von ihr beraten. Da bei der Bezirksstelle im Diakonischen Werk Aschaffenburg keine Kurberatung vorhanden sei, bewältige sie zusätzlich diese Aufgabe telefonisch oder per Email mit dem dortigen Klientel.

Für die Lohrer Tafel zeigte Michael Donath die kontinuierliche starke Inanspruchnahme auf: Im November 2019 sind 298 Berechtigungsscheine an 434 Erwachsene und 319 Kinder und Jugendliche, also an 753 Personen, ausgegeben. Die meisten Klienten der Lohrer Tafel (sowohl Einheimische, als auch Flüchtlinge) leben von Hartz IV, unter dem Existenzminimum oder mit geringem Einkommen.

In der gleich anschließenden Rückfragerunde wunderten sich die Mitglieder über eine mangelnde Unterstützung des Landkreises Main-Spessart für alle Tafeln, insbesondere der Lohrer Tafel, da hier die größte logistische Leistung erbracht würde.

Donath lobte anschließend die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Diakonieverein Partenstein innerhalb des Kooperationsvertrages und dem Projekt "Diakonie-Alltagsbegleiter". Die pflegenden Angehörigen sollen in ihrem schweren Pflegealltag Entlastung finden und durch die Unterstützung der Alltagsbegleiterinnen Freiräume für sich selbst finden.

Den Krisantemen versprach der Projektleiter, weiterhin intensiv nach einer Wohnmöglichkeit und Umsetzung ihres Konzeptes zu suchen. Diese seien bereits auch im Mehrgenerationen-Café im Ulmer-Haus engagiert und bildeten ein Team.

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