Lohr

Unterwegs vom Golanbis zum Gottesberg Horeb

Abschluss der Tour im Caritas-Baby-Hospital in Bethlehem. Foto: Sven Luitpold

"Von Dan bis Beerscheba" – so beschreibt die Bibel die Ausdehnung des Heiligen Landes. Seinen Ursprung hat das Volk Gottes noch viel weiter südlich auf dem Sinai. So führte die gemeinsame Tour von Diözesanbüro und Pfarreiengemeinschaft Lohr unter der Leitung von Johannes Weismantel und Pfarrer Sven Johannsen vom Golan bis zum Gottesberg Horeb auf dem Sinai.

40 Teilnehmer machten sich auf, um die Heimat der Bibel noch intensiver kennenzulernen als es die klassischen Reisen zu den Orten Jesu vermitteln können. Von Tel Aviv, dem pulsierenden Zentrum, ging es die traumhafte Mittelmeerküste entlang nach Haifa bis nach Dan im Norden. Am Fuße des Hermons fanden sich die Besucher in einer paradiesischen Landschaft wieder. Im Golan boten sich eindrucksvolle Blicke über den See Genezareth und die Gebiete Syriens.

Im Pilgerhaus See konnten die Pilger die Stille und die atemberaubende Atmosphäre des Sonnenaufgangs über den Höhen des Golan genießen und so den von Gott verheißenen Frieden erahnen.

Letzter Widerstandsort

Durch das Jordantal ging es durch die Wüste Juda nach Masada, dem letzten Widerstandsort am Ende des jüdischen Krieges. Eine Handvoll unermüdlicher Wanderfreunde erklomm den 400 Meter über dem Toten Meer liegenden Tafelberg über den berühmten Schlangenpfad bei sommerlichen Temperaturen. Nach einem Bad im Toten Meer ging es in die Heimat der Erzeltern Abraham und Sara über Beersheba bis zum Ramon-Krater, dem größten Erosionskrater im Negev, den man mit einem abenteuerlichen Gefährt auf einer waghalsigen Tour durchquerte.

Nächtlicher Aufstieg

Ein geistlicher Höhepunkt war der nächtliche Aufstieg auf den Gottesberg Horeb. Fast allen gelang auch die Überwindung der Treppenanlage, die auf den letzten Höhenmetern in den Fels geschlagen ist. Unterwegs erzählte Pfarrer Johannsen die Geschichte des Volkes Israel, beginnend von Abraham bis zum Bund Gottes mit seinem Volk auf dem Sinai. Als über dem Gottesberg die Sonne aufging, erinnerte der geistliche Begleiter daran, dass die Bibel erzählt, dass Gott auf diesen Gipfel hinabgestiegen sei und mit Mose geredet habe wie "Menschen es tun". Ein Besuch im Katharinenkloster, in dem sich der Tradition nach noch heute der "brennende Dornbusch" befindet, schloss den Besuch am Ursprungsort des Gottesvolkes Israel ab. Mit vielen Eindrücken ging es in die Heilige Stadt Jerusalem.

Abschluss in Bethlehem

Den Abschluss der Reise bildete der Besuch in der Geburtsstadt Jesu, Bethlehem, und dem Caritas-Baby-Hospital. Hier konnte Pfarrer Johannsen eine Spende aus der Kollekte des letzten Motorradgottesdienstes in Halsbach übergeben. Der Einblick in die Arbeit dieser Klinik war für die Besucher wichtig, um so den Eindruck zu vermeiden, das Heilige Land sei ein "christliches Disneyland". Viele neue Eindrücke konnten die Gäste aus Mainspessart mitnehmen. Dazu gehörte auch die Begegnung mit Chaim Stern, dem Sohn des aus Wiesenfeld stammenden Isaak Stern, der noch Ende der Dreißiger Jahre nach Israel auswandern konnte.

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