Lohr

Verein für Kraftdreikampf in Lohr gegründet

Neueinsteigerin im Kraftdreikampf Stephanie Ils bei den Kniebeugen. 
Neueinsteigerin im Kraftdreikampf Stephanie Ils bei den Kniebeugen.  Foto: Jochen Kümmel

Mit Peter Herteux als Aushängeschild möchte der neu gegründete "Fitboxcamp Powerlifting Lohr a.Main e.V" die Szene des Kraftsports aufmischen. Das 51-jährige Kraftpaket aus Rechtenbach ist amtierender Deutscher Meister im Kraftdreikampf und gründete im Mai 2019 mit Gleichgesinnten aus der Region einen Verein, um bei Wettkämpfen starten zu können.

Seit Kurzem sind alle Zulassungen da und es kann richtig losgehen. Bei einem Powerlifting-Workshop im Februar stellten die Verantwortlichen fest, dass es in Lohr einige gute Athleten gibt. "Dann haben Sven Amend und ich mir überlegt, ob wir in Lohr so einen Verein gründen", zeigt Peter Herteux im Gespräch mit unserem Medienhaus auf, wie es zu der Vereinsgründung gekommen ist.

Drei Disziplinen

Der Kraftdreikampf oder international auch Powerlifting genannt, ist eine Wettkampfsportart des Kraftsports und setzt sich aus den drei Disziplinen Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben zusammen. "Da braucht man Dampf auf den Zylindern, wenn man da mitmachen will", sagt das Muskelpaket Peter Herteux. Bis zu 220 kg hebt, stemmt und hält er an Gewichten. Das Powerlifting ist eine Einzelsportart und jeder kämpft für sich. Bei den drei Disziplinen wird das maximal erreichte Gewicht addiert und gewertet. "Pro Disziplin hat man drei Versuche und dabei der beste Wert genommen", erläutert stellvertretender Vorsitzender Simon Bils. Gestartet wird in sieben Altersklassen im Alter von 14 bis über 70 Jahren.

Erste Wettkämpfe im Herbst

"Ich möchte auch Kraftsportlern eine Plattform bieten, damit sie ihre Wettkämpfe austragen können", informiert Vorsitzender Sven Amend. Neben Peter Herteux und Stefan Rek, die bislang für den Kraftsportverein Langen starten, haben sich bereits fünf potenzielle Nachwuchskräfte herauskristallisiert. "Die lassen wir im Herbst die ersten Wettkämpfe machen, damit wir vielleicht bereits im Frühjahr 2020 einige davon auf die Deutsche Meisterschaft bekommen", erläutert Peter Herteux.

Ansagen an die Konkurrenz

Hochkonzentriert: Deutscher Meister Perer Herteux aus Rechtenbach beim Kreuzheben.
Hochkonzentriert: Deutscher Meister Perer Herteux aus Rechtenbach beim Kreuzheben. Foto: Jochen Kümmel

Um die Fahrzeit zu den Wettkämpfen klein zu halten, hat sich der Verein für die Hessische Landesmeisterschaften eingetragen. "Dort können die Athleten sich für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren", erläutert Peter Herteux. 30 Vereine treten in der Runde gegeneinander an. Geplant ist in naher Zukunft auch Wettkämpfe in Lohr zu veranstalten. Austragungsort hierfür wird das Fitness- und Boxcamp Sven Amend an der Jahnstraße sein.

"Das finde ich cool, dass wir hier so einen Meister haben, von dem man so viel lernen kann", sagt Stephanie Ils. Sie ist eine der Einsteigerinnen, die beim Schnupperkurs im Februar Gefallen an der Sportart gefunden hat. "Das macht Spaß und das kann ich«, freut sich Ils.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die hessische Meisterschaften im September im Einzel und mit der Mannschaft im Kreuzheben. Im November sollen die Hessischen Meisterschaften im Kraftdreikampf mit der Mannschaft folgen. "Bald werden wir in allen Klassen vertreten sein", zeigt sich Peter Herteux zuversichtlich. "Bei der Konkurrenz gehen wir erst mal ans Einholen und dann ans Überholen", macht Herteux klare Ansagen an die Konkurrenz.

Nachwuchstalente gesucht

Die Vereinsverantwortlichen sind sich sicher, dass sie weiter Zulauf, auch mit größeren Namen bekommen. "Vereine sind rar und ohne kannst du nicht starten", erläutert Herteux. Die Vereinsverantwortlichen würden sich über viele Nachwuchstalente aus dem Raum Lohr freuen. Die nächsten Vereine gibt es in Schweinheim, Würzburg und Randersacker.

Deutscher Meister Peter Herteux
Drei- bis fünfmal die Woche trainiert Petzer Herteux. Vor Wettkämpfen kann es auch mehr sein. Beruflich arbeitet der Rechtenbacher als Angestellter bei der Lufthansa am Flughafen Frankfurt. Vor über 20 Jahren hat Herteux nach einem Bandscheibenvorfall wieder mit dem Krafttraining begonnen, seit gut zehn Jahren wettkampfmäßig.
Der ehemalige Lohrer Weltmeister im Bankdrücken Peter Rumpler motivierte Peter Herteux sich den Kraftsportverein Langen anzuschauen. Dort lernte er seine heutige Trainerin Anita Tim kennen. "Das ist die Steffi Graf im Powerlifting", schwärmt Peter über das "deutsche Urgestein" in der Kraftsportszene. Über die Deutsche Meisterschaften erfolgte der Sprung ins Nationalteam und schließlich die Teilnahme an bisher drei Europameisterschaften, die zweimal mit einem Platz unter den ersten Zehn endeten. Dieses Jahr musste Herteux allerdings verletzungsbedingt aufgeben. (jk)

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