Rohrbrunn

Verfolgungsjagd kreuz und quer auf A3: 30-Jähriger gefasst

Symbolbild Polizei Foto: Johannes Kiefer

Schon in der Nacht auf Freitag kam es laut Bericht der Polizei Unterfranken zu einer wilden Verfolgungsjagd auf der A3, in deren Verlauf ein 30-Jähriger als Falschfahrer mehrere Verkehrsteilnehmer und zwei Polizisten gefährdete. Der Beschuldigte wurde festgenommen und sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Verkehrsteilnehmer, die durch den Renault-Fahrer gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach zu melden.

Kurz nach Mitternacht wollte eine Streife der Polizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach auf der A 3 in Fahrtrichtung Würzburg einen Renault Twingo einer Kontrolle unterziehen. Auf die Anhaltesignale der Streife reagierte der Fahrer jedoch nicht, sondern beschleunigte seine Fahrt und wechselte an der Anschlussstelle Rohrbrunn auf die Fahrbahn Richtung Frankfurt. Er fuhr allerdings als  Falschfahrer weiter Richtung Würzburg bis zur Rastanlage Spessart-Nord. Eine weitere Streife hatte sich dort bereits positioniert und wollte den Twingo anhalten.

Warnschüsse der Polizisten

Der Fahrer des Renaults fuhr beschleunigt zunächst auf den Streifenwagen und dann auf die Beamten zu, die ausgestiegen waren, um sich zu retten. Als diese zwei Warnschüsse in die Luft abgaben, drehte der Mann um und fuhr erneut als Falschfahrer auf die A 3 in Richtung Würzburg auf. Während die Aschaffenburger Verkehrspolizei zahlreiche Streifen aus benachbarten Dienststellen mit in den Einsatz holte, umfuhr der Beschuldigte in Schlangenlinien entgegenkommende Fahrzeuge, bis er nach einem Kilometer sein Auto auf der Fahrbahn wendete und die Fahrt wieder als Geisterfahrer, diesmal Richtung Frankfurt, aufnahm. Bei Weibersbrunn verließ der Mann die Autobahn und fuhr mit rücksichtslosen und hochgefährlichen Fahrmanövern teilweise im Gegenverkehr. Auch innerorts war er mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und gefährdete entgegenkommende Verkehrsteilnehmer.

Eine Streife der Zivilen Einsatzgruppe schaffte es schließlich gegen 0.30 Uhr, den Renault in der Würzburger Straße in Aschaffenburg durch eine Kollision zum Anhalten zu zwingen. Der 30 Jahre alte Fahrer und seine 18-jährige Beifahrerin wurden umgehend festgenommen.

Drogen und Waffen an Bord, kein Führerschein

Der mögliche Grund für die halsbrecherische Flucht des Mannes zeigte sich anschließend: Der 30-Jährige stand offenbar unter Drogeneinfluss, ist nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und führte neben einem Einhandmesser auch geringe Mengen Amphetamin bei sich. Das Fahrzeug hat keine Zulassung und die Kennzeichen des Twingos sind als gestohlen gemeldet. Auch bei der 18 Jahre alten Frau fanden die Polizisten geringe Mengen Betäubungsmittel. Das Marihuana wurde sichergestellt.

Beide Personen haben keinen regelmäßigen Wohnsitz in Deutschland. Der  30-Jährige kam auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Seine Begleiterin wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Ermittler bitten Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrmanöver des Beschuldigten auf der A3 und auch auf der Staatsstraße 2312 von Weibersbrunn über Hessenthal in Richtung Aschaffenburg gefährdet wurden, sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach unter Tel. 06021/857-2530 in Verbindung zu setzen.

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