LOHR

Verkehr: Raum Lohr soll entlastet werden

Der Raum Lohr soll vom Verkehr entlastet werden, hieß es bei einer Informationsveranstaltung. Unser Foto zeigt die stark befahrene Ortsdurchfahrt in Steinbach. Foto: Wolfgang Dehm

Erstaunlich klare Aussagen bekamen die rund 170 Besucher der Informationsveranstaltung zur Verkehrsentwicklung im Raum Lohr am Mittwochabend in der alten Turnhalle zu hören. Im Mittelpunkt standen dabei die geplante B 26n sowie damit verbundene notwendige Projekte.

Ausgangspunkt der Betrachtung war die seit Jahren hohe Verkehrsbelastung des Raums Lohr mit jeweils rund 8000 Fahrzeugen täglich in Steinbach und Rechtenbach, mehr als 9000 in Sackenbach, fast 7500 in Neustadt und knapp 20 000 am Oberen Tor in Lohr, wo sich B 26 und B 276 kreuzen. Mit Fertigstellung der B 26n zwischen Arnstein und Karlstadt werde die Verkehrsbelastung des Lohrer Raums weiter zunehmen, lautete die unstrittige Prognose.

Bürgermeister Mario Paul machte deutlich, dass aus Sicht der Stadt Lohr „begleitend“ zum Bau der B 26n zwischen Arnstein und Karlstadt eine verkehrliche Lösung für den Lohrer Raum gefunden und realisiert werden müsse; als Möglichkeit nannte er das Projekt MSP-Spange mit dritter Mainbrücke. Dabei handelt es sich um eine östlich an Steinbach und Sendelbach vorbeiführende Umgehungsstraße, die etwa in Höhe des Obi-Marktes den Main queren und in die Staatsstraße 2315 münden würde.

Lohr müsse unter die Lupe genommen werden, man müsse schauen, wie die Geschichte gelöst werden könne, sagte auch Staatssekretär Gerhard Eck. Er versprach, dass die Verbindung von Karlstadt nach Lohr (Staatsstraße 2435) parallel zum Bau der B 26n bis Karlstadt ortsdurchgangsfrei hergestellt werde, ebenso wie die Anbindung Lohrs an die A 3 über die Staatsstraße 2315.

Laut Michael Fuchs, Fachbereichsleiter Straßenbau am staatlichen Bauamt Würzburg, soll die B 26n zwischen Arnstein und Karlstadt zweistreifig mit abschnittsweisem Überholstreifen gebaut werden. Die 15,3 Kilometer lange Straße werde voraussichtlich 63,5 Millionen Euro kosten und solle in zwei Bauabschnitten errichtet werden.

Der erste Abschnitt von Arnstein bis Müdesheim soll laut Fuchs in der Zeit von 2020 bis 2022/2023 gebaut werden, anschließend solle der Abschnitt von Müdesheim bis Karlstadt folgen, der spätestens 2028 fertiggestellt werden solle.

Wann die B 26n von Karlstadt zur A 3 weitergebaut werden soll (26,2 Kilometer, 108,5 Millionen Euro) ist laut Fuchs noch nicht entschieden; auch wann der Zubringer nach Lohr kommen soll (17 Kilometer, 34 Millionen), stehe noch nicht fest.

Laut Fuchs wird ab dem Zeitpunkt, wo der Verkehr auf der B 26n bis Karlstadt rollt, auf Lohr eine Mehrbelastung zukommen. Deshalb sei im Vorfeld eine Verkehrsuntersuchung des Raumes Lohr unbedingt notwendig. Die Kosten dafür werden sich seinen Worten nach die Stadt und der Freistaat Bayern teilen.

„Wir brauchen eine Lösung für den Raum Lohr“, sagte Fuchs unter dem Applaus der Zuhörer. Auch er nannte die MSP-Spange als eine Möglichkeit zur Entlastung von Steinbach und Sendelbach.

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