Marktheidenfeld

Vertrieben aus Polen: Eine Zeitzeugin schildert ihre Flucht

Eine Zwölfjährige floh 1945 von Polen über die DDR nach Deutschland. In Marktheidenfeld fand sie ein Zuhause. Jetzt erzählt sie die Geschichte ihrer spektakulären Flucht.
Flucht und Vertreibung Ende des Zweiten Weltkrieges: Oft konnten die Menschen, wie auf diesem Symbolbild, nur das Nötigste auf einem Bollerwagen mitnehmen. Foto: Getty Images
Im Winter 1944 ist der Krieg plötzlich da. Nach all den Jahren abseits der Front muss Martha Otto (Name von der Redaktion geändert) plötzlich weg aus Wylatkowo. Gemeinsam mit ihrer Mutter und den zwei Schwestern stopft die Zwölfjährige das Nötigste auf einen Bollerwagen. Eine kleine Laterne ist das einzige, was bei -25 Grad Celsius Wärme spendet, als sie im Tross mit ihren Nachbarn raus in den unbarmherzigen polnischen Winter ziehen. Die Mutter hält Marthas kleine Schwester in den Armen, sie ist erst zwei Jahre alt, immer in Richtung des Ziels: der deutschen Grenze. Diese sollten sie aber erst ...
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