Steinfeld

Viel erreicht und die Finanzen stimmen

Bürgermeister Günter Koser blickte in der Jahresabschlusssitzung des Steinfelder Gemeinderates auf die Ereignisse der letzten Jahre zurück und gab einen kleinen Ausblick. Foto: Wolfgang Dehm

In der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderates am Mittwoch im Sportheim blickte Bürgermeister Günter Koser (CSU) nicht nur auf das ablaufende Jahr 2019 zurück, sondern auf die gesamte zu Ende gehende sechsjährige Legislaturperiode. Er machte deutlich, dass das Erreichte Ergebnis einer "grundsoliden Haushaltsführung" sei.

Trotz immenser Investitionen im zweistelligen Millionenbereich in die Kläranlage, das Ärztehaus, die Baugebiete Schindersberg und Forst sowie den neuen Bauhof stehe die Gemeinde Steinfeld zum Jahresende 2019 rechnerisch gesehen im Plus – man habe 1,2 Millionen Euro mehr Rücklagen als Verbindlichkeiten, sagte er.

Am Schindersberg in Steinfeld stehen laut Koser aktuell noch drei Bauplätze zum Verkauf, während die 13 Bauplätze im Hausener Baugebiet Forst, die alle mit einem Baugebot belegt seien, komplett veräußert seien. Er gehe davon aus, dass es nach Vorliegen des benötigten Umweltgutachtens im kommenden Frühjahr auch im Waldzeller Baugebiet Herrlesgarten/Speyerlesbaum zügig weitergehen könne.

Dorferneuerung 2021

In Sachen Altortsanierung erwähnte der Bürgermeister unter anderem die erfolgte Ausweisung von Sanierungsgebieten in Steinfeld und Waldzell. Dies bedeute nicht nur steuerliche Vorteile für Sanierungswillige, sondern sei auch von Vorteil hinsichtlich der geplanten Aufnahme ins nächste Dorferneuerungsprogramm im Jahr 2021.

Nach einer Sanierung des Friedhofs in Hausen für 100 000 Euro sind laut Koser dort unter bestimmten Auflagen wieder Erdbestattungen möglich. Der Friedhof in Waldzell sei neu gepflastert und ein barrierefreier Zugang geschaffen worden. Der Ruheforst im Wald bei Mariabuchen werde "allseits sehr gelobt und sehr gut angenommen".

Mit Blick auf Buchenbachquelle und Riedgraben sowie dort mehrfach nicht eingehaltene Termine seitens der beauftragten Baufirma sagte Koser, keine andere Baustelle habe ihn in den letzten Jahren so viele Nerven gekostet wie diese. Mittlerweile sei die Buchenbachquelle fast fertig, "der Riedgraben leider noch nicht".

Zufrieden mit Ärzteversorgung

Sehr zufrieden zeigte sich der Bürgermeister mit der Ärzteversorgung in der Gemeinde. Neben einer Hausarzt- und einer Zahnarztpraxis gebe es nun auch eine Praxis für Physiotherapie.

Die geplante Verbesserung der Wasserversorgung des Ortsteils Waldzell durch Anbindung an die Quelle "Dicker Busch" sei derzeit in Planung und müsse bis Ende 2021 abgeschlossen sein, sagte Koser. In Sachen Mobilfunkversorgung hoffte er, dass der installierte Funkmast in Waldzell in den nächsten Wochen in Betrieb gehen werde. Bei der Breitbandversorgung sei die Gemeinde zwar gut aufgestellt, dennoch seien weitere Verbesserungen geplant.

Mit deutlichen Worten kommentierte der Bürgermeister einmal mehr die geplante B 26n samt Anschlussspange nach Lohr: "Wir sind es den nachfolgenden Generationen schuldig, alles zu tun, diesen Unsinn zu verhindern." Koser war sich sicher, dass der Kampf gegen dieses Straßenprojekt ihn und den Gemeinderat in den nächsten Jahren "viel Energie und Kraft kosten wird".

Als weitere anstehende Themen nannte er unter anderem: Dorferneuerung; weitere Schaffung preisgünstigen Baulandes; Erstellen einer Machbarkeitsstudie für eine Hackschnitzelheizung zur Versorgung von gemeindlichen Gebäuden wie Schule, Turnhalle und Bauhof; Ausweisung der Waldabteilung "Kohlplatte" als Naturschutzgebiet; Suche nach Möglichkeiten für eine Altenpflegeeinrichtung; Bau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses auf dem Bauhof-Areal.

Abschließend dankte Koser allen, die in der zu Ende gehenden Legislaturperiode "zum Wohle unserer Gemeinde gewirkt haben".

Dank an Bürgermeister Koser

"Auf das Erreichte kannst Du wirklich stolz sein", sagte Zweite Bürgermeisterin Marion Gröbner (CSU) mit Blick auf Koser und dankte ihm für sein Engagement "zum Wohl der Bürger". Die Arbeit im Gemeinderat verlaufe sach- und zielorientiert, was auch an Kosers ruhiger und besonnener Art liege und daran, dass er alle in Entscheidungsfindungen einbeziehe. Immer wieder überrasche er auch mit "neuen und guten Ideen" wie beispielsweise die Naturschutzgebietsausweisung im Hausener Wald.

Diakon Josef Seufert stimmte mit besinnlichen Worten auf die  anstehenden Feiertage ein. Weihnachten, sagte er, sei "unser liebstes christliches Fest – wir verbinden damit unsere Hoffnungen und Träume nach Liebe, Frieden und Geborgenheit".

Steinfeld statistisch
2243 Einwohner hat die Gemeinde aktuell, davon 2136 mit Haupt- und 107 mit Nebenwohnsitz. In diesem Jahr gab es 86 Anmeldungen, 86 Abmeldungen, 18 Sterbefälle, 13 Geburten und sieben Eheschließungen. Es gab zwölf Gemeinderatssitzungen und  etliche Ausschusssitzungen; unter anderem wurden 29 Bauanträge behandelt.

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