Fellen

Viertägiges Zeltlager als Abenteuerspielplatz

Stolz präsentierten sich die 42 Ferienspaßkinder gemeinsam mit ihren Betreuern und ihren selbst gebauten Bögen vor der kreierten Olympiafahne. Foto: Jürgen Gabel

Zum zwölften Mal waren Kinder aus Fellen und den Ortsteilen zum viertägigen Zeltlager eingeladen, und alle fieberten dem Höhepunkt des Jahres entgegen. Das elfköpfige Organisationsteam unter der Regie von René Ullrich war erstaunt, dass 42 Kinder von der Vorschule bis zur achten Klasse bei der Ferienspaßaktion am Waldfestplatz im Zelt dabei sein wollten.

Wer glaubt, Kinder können ohne Computer, Fernseher oder Handy nicht leben oder brauchen im Ferienspaß eine aktionsgespickte Reise, der wird in Fellen eines Besseren belehrt. Ein Zeltlager mit Wassergaudi, Stockbrot, Spielen und Naturerlebnissen steht hier ganz oben auf der Wunschliste. Auch für die erwachsenen Betreuer, die sich extra eine Woche Urlaub nahmen, zählt inzwischen das Zeltlager zum Abenteuerspielplatz. In diesem Jahr standen olympische Spiele sowie der große Pool mit eigener Wasserrutsche im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Auf der großen Wiese, an welcher die Küchen- und Sanitäreinrichtungen vom Waldfest stehenblieben, bauten die Kinder mit ihren Eltern die 16 Unterkünfte zu einer kleinen Zeltstadt auf. Wegen der akuten Waldbrandgefahr wurde auf das große Lagerfeuer verzichtet, und das obligatorische Stockbrot wurde in einer kleineren Feuerschale gebräunt. Hier bewährte sich Emanuel als "Wächter des Feuers" - man erkannte dies an seinen kohlschwarzen Fingern. Der selbst gebaute "Schalungsplatten-Pool", den die Rengersbrunner Feuerwehr mehrmals mit jeweils 13 Kubikmetern Wasser füllte, sorgte bei den heißen Temperaturen für Abkühlung und die täglichen Wasserspiele und -schlachten durften nicht fehlen. Erstmals gab es eine zehn Meter lange Wasserrutsche, die bei den Kids hoch im Kurs stand.

Es wurde ständig draußen gespielt. Jeder konnte sich nach seinem Gusto betätigen. Während im Gemeinschaftspavillon die Spielkarten beim Schafkopf, "Mau-Mau", "Schnauz" oder dem neuen "Werwolf" flogen, amüsierten sich andere bei Gesellschaftsspielen. Ein Betreuer avancierte zum Chefkoch und zauberte Spaghetti Bolognese, Hamburger, Grillwürste oder Chicken Nuggets. Zum "Essen fassen" oder für eine Ansage erklang die alte Gemeindeschelle. Für die Frühaufsteher der Kids war es Ehrensache, täglich die 80 Frühstücksbrötchen beim Bäcker im Dorf zu holen.

Hauptprojekt des Lagers war heuer die Lagerolympiade. Gleich am ersten Tag schlugen die Kids im Wald, mit kleinen Sägen bewaffnet, Stöcke, um damit einen Bogen und Pfeile zu basteln. Mit Taschenmessern wurden diese kunstvoll verziert und der Bogen mit Maurerschnur bespannt. Fertig war das Sportgerät für eine Disziplin. Ebenso bemalten kreative Hände am ersten Tag die Lagerfahne, die weithin sichtbar die Olympiade ankündigte. Dann konnten die Disziplinen Bogenschießen, Wasserlauf, Sandsockenweitwurf, Dosenwurf, Dschungeltiere erraten, Torwandschießen oder Hula-Hoop-Wettbewerb starten. Mit Begeisterung rangen die Kids um Zentimeter, Punkte und Zeiten. Die Sieger durften sich auf Medaillen und Sachpreise freuen.

Für den Abend hatten sich DJ "Howa" und sein Nachwuchs-DJ auf der Waldfestbühne zur Disco angesagt. Besonders die Mädels hatten sich schick gemacht. Sie rockten zu Wunschhits. Bei heißer Musik und Lichtgestöber schmeckten leckere Saftcocktails und das Naschbuffet hatte geöffnet. Abends waren die Kids spätestens um 22 Uhr so kaputt, dass sie sich müde in ihre Zelte zurückzogen. Natürlich durfte die legendäre Nachtwanderung nicht fehlen.

Wir befragten kurz die Kinder, ob ihnen das Zeltlager trotz der Hitze Spaß gemacht hatte. So beurteilten die meisten den Pool, die Wasserrutsche und die Olympiade als die coolste Aktion. Der kleine Leo war stolz ob seines gelungenen Bogens und auch Mika zeigte seine interessant eingeschnitzten Muster. Nele fand es super, viele Sachen bauen und mit Freundinnen zu spielen. "Länger aufzubleiben ist echt cool" und Sina freute sich auf den Hula-Hoop-Wettbewerb, bei welchem sie die Goldmedaille erhofft. Sina und Lilli wollen sich zur Disco schminken und "aufhübschen".

Dank vieler Sponsoren konnte die Teilnehmergebühr gering gehalten werden. Die Veranstalter freuen sich, dass das Angebot im Wald ausreicht, um "geilen Ferienspaß" zu haben. Bürgermeisterin Zita Baur dankte den Betreuern für ihren "unbezahlbaren" Einsatz.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Fellen
  • Jürgen Gabel
  • Chefköche
  • Computer
  • Fernsehgeräte
  • Goldmedaillen
  • Olympiade
  • Sportgeräte
  • Zita Baur
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!