Marktheidenfeld

Vision: Statt Tennishalle Tankstelle und Systemgastronomie

Viel hat sich getan, seit dem Entstehen dieses Luftbilds 2012, doch die Tennishalle (im Bildmittelpunkt) steht seit den 1960er Jahren fast unverändert. Hier könnte nach der Vision des Bauherrn etwas ganz Neues entstehen: eine große Tankstelle und Systemgastronomie. Foto: Mechtild Buck

Die Vision ist mutig, die Pläne sind groß, aber sie waren den Mitgliedern des Bauausschusses in der Sitzung am Donnerstagabend zu wenig konkret, um sich dazu eine Meinung bilden zu können. Ganz abgesehen davon, dass sich die Idee für den Neubau einer "Erlebnis- und Erholungstankstelle mit Systemgastronomie" am Äußeren Ring in Marktheidenfeld, wo aktuell noch die Tennishalle samt Gasthaus aus den 1960er Jahren steht, nach den geltenden Vorgaben für diesen Bereich nicht realisieren ließe. Dafür braucht es erst einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan.

Was sich über das Vorhaben sagen lässt, fasste Bauamtsleiter Alexander Chesauan aus den Unterlagen des Antragstellers zusammen: eine Gesamtfläche von 4000 Quadratmeter, ein 400 Quadratmeter großes Shopgebäude, eine Tankstelle mit zwölf Zapfanlagen, eine hochmoderne Waschanlage, Stellplätze, Zapfsäulen für Wasserstoff getriebene und für E-Fahrzeuge, Brauchwasserablassstelle für Campingfahrzeuge und Fernbusse sowie nicht zuletzt 30 neue Arbeitsplätze. Chesauan empfahl, die Bauvoranfrage abzulehnen, solange der Bauwerber nicht zusichert, die Kosten für die nötigen Änderungen von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan zu übernehmen. Die Ablehnung erfolgte einstimmig.

Bürgervertreter wollen mehr Details wissen

Zweitem Bürgermeister Martin Harth war die "Absichtserklärung" des Anfragestellers ohnehin zu wenig konkret, um sich eine Meinung bilden zu können. Helmut Adam konnte sich zwar an dieser Stelle "eine zukunftsorientierte Lösung" wie die Aufgezeigte vorstellen, forderte aber auch mehr Details. Und Andrea Hamberger sagte für die Freien Wähler, dass man mit der Tankstelle leben könne, weil gegenüber schon eine bestünde. Bei der Systemgastronomie sah sie wegen der nahen Schulen aber Probleme.

Einstimmig befürwortet hat das Gremium eine weitere Tekturänderung für die Wohneinheiten in der Petzoltstraße 16 bis 20. Nun sollen der Gastronomiebereich erweitert und unter anderem fürs Personal Dusche und Toiletten  eingerichtet werden. Martin Harth bemängelte, dass man wieder mal einem Vorhaben zustimme, das längst realisiert sei. Helmut Adam kritisierte, dass nach fast zwei Jahren Bauzeit der Fußweg immer noch gesperrt sei. Die Stadt werde nachfragen, wann der Gehsteig wieder nutzbar sein wird, versprach Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder.

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