FRAMMERSBACH

Von Barcelona nach Frammersbach

Vor dem Start: Mit Anzug und zwei fünf Kilogramm Ringen im Schlepptau machte sich der Weltmeister bereit, 50 Meter zu schwimmen. Foto: Martiné

Noch vor wenigen Tagen schwamm Thomas Lurz in Barcelona über 25 Kilometer zu Gold. Am Freitag besuchte der zwölfmalige Weltmeister im Freiwasserschwimmen das Terrassenbad Frammersbach anlässlich dessen 40-jährigen Bestehens.

Weit über 1000 Besucher strömten an diesem Tag ins Freibad, um den besten deutsche Freiwasserschwimmer hautnah zu erleben. Zunächst gab es eine Autogrammstunde, bei der vor allem Kinder und Jugendliche eine lange Schlange vor der Bühne bildeten, um sich die Unterschrift des 33-jährigen Ausnahmesportlers zu sichern.

Bei der Schlauchboot-Gaudi stellte Lurz seine enormen schwimmerische Leistung unter Beweis. Der Weltmeister zog Kinder in zwei Schlauchbooten zweimal quer durch das Schwimmerbecken, was besonders die schwimmbegeisterten Kinder freute, für die es dann auch noch ein Eis als Belohnung gab.

Eindrucksvoll präsentierte sich Lurz auch, als er mit einem Anzug der Wasserwacht und zwei fünf Kilogramm schweren Ringen im Schlepptau die 50 Meter des Schwimmerbeckens mühelos durchschwamm.

Zudem ließ es sich der Silbermedaillengewinner von Peking nicht nehmen, gegen die 22-jährige Frammersbacherin und Bayerische Vizemeisterin im Schwimmen, Stefanie Stenger, auf 100 Metern Freistil anzutreten. Zu Beginn lag Lurz noch vorne, aber dann konnte Stenger auf den letzten 50 Metern fulminant aufholen und kam schließlich vor dem Weltmeister ins Ziel. Geklappt hat dies allerdings mit einem kleinen Trick. Ihre Kollegen von der Wasserwacht hatten vorher ein Seil an ihr befestigt mit dem sie Stenger mit vereinten Kräften auf den letzten Metern zogen. Lurz nahm es mit Humor.

Mit weiteren sportlichen Höchstleistungen ging es anschließend mit der Staffel weiter, bei der es galt, in 30 Minuten mehr Meter zurückzulegen als der Weltmeister Thomas Lurz. Zwölf Teams stellten sich der Herausforderung. Während Lurz alleine schwamm zog bei den Staffel immer nur ein Teammitglied seine Bahn, bevor der nächste ihn nach 50 Metern ablöste. Dabei kam es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Lurz und der Frammersbacher Wasserwacht. Diese konnte sich nach 30 Minuten mit 2675 geschwommenen Metern schließlich zum Sieger erklären. Das waren fast 100 Meter mehr als der Weltmeister geschwommen war.

Eine satte Leistung, wie auch der 33-jährige Lurz einräumen musste. Er ermutigte alle Schwimmer, ihre Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, und sagte, dass man alles mit konsequentem Training erreichen könne. „Der Weg ist das Ziel“, fügte er noch hinzu.

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