Marktheidenfeld

Vor Regen geschützt in und vor den Aussegnungshallen

Entwurf für die Aussegnungshalle in Marktheidenfeld Foto: Architekturbüro Wiener & Partner

Der Auftrag des Stadtrates an das Architekturbüro Wiener & Partner in Karlstadt war für beide Aussegnungshallen in Marktheidenfeld und Altfeld gleich: mehr Platz in und vor der Halle schaffen und eine öffentliche Toilettenanlage erstellen. Welche Überlegungen sie dazu angestellt haben und mit welchen Kosten zu rechnen ist, das erläuterten die Architekten Silja Wiener und Gernot Meyer am Donnerstagabend im Rathaus. Ihre Ideen fanden weitgehend Beifall.

Historisches Friedhofsgebäude soll erhalten bleiben

Besonders gut kam an, dass das schöne Gebäude auf dem Marktheidenfelder Altstadtfriedhof wie bisher erhalten bleiben soll und nur das Vordach erweitert wird, wobei der Walm verschwindet. Im Innern werden die bisherigen Aufbahrungsräume entfernt. Es entsteht eine helle, große Halle mit Sitzplätzen. Vor allem wegen der Kosten wurde über die Größe der Toilettenanlage diskutiert –braucht es wirklich zusätzlich zum Behindertenklo extra Toiletten für Damen und Herren? Immerhin stehen allein hierfür 150 000 Euro im Raum. Die Gesamtmaßnahmen hätte je nach Ausführung eine Spannbreite von 370 000 bis 480 000 Euro.

Da die Toiletten vom Parkplatz Lohgraben öffentlich zugänglich sein werden, gebe es hier eine staatliche Förderung, informierte Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder. Einen rechts vom Gebäude geplanten kleinen Umbau als Ankleide hielt sie ebenso wie Martin Harth für verzichtbar, zumal – wie dieser betonte – die dafür vorgesehene Fläche ein geschichtsträchtiger Ort ist und dort die Gedenktafel für gegen Kriegende erschossenen Soldaten hängt. In den Fraktionen wird nun zunächst über die Vorentwürfe und die Kosten beraten. Wann das Vorhaben umgesetzt wird, ist noch offen. 

Problem: Kanalanschluss fehlt

Gleiches gilt für die Aussegnungshalle in Altfeld, bei der sich die Kosten mit außerhalb liegender Toiletteneinheit je nach Ausführung zwischen 332 000 und 392 000 Euro bewegen. In Altfeld wollen die Architekten das Giebeldach durch ein Flachdach mit Lichtbändern ersetzen und durch Glastürelemente zum Friedhof hin öffnen. Auch hier wird der Bereich um ein Vordach erweitert. Der bisherige Bereich des Vorbaus wird in die Halle integriert, um auch hier mehr Sitzplätze zu erhalten. 

In der Diskussion wurde auf Nachfrage von Barbara Gillmann-Bils deutlich, dass es für die Toilette im Bereich der Aussegnungshalle gar keinen Schmutzwasseranschluss gibt. Helmut Adam regte deshalb ein Verlagern näher zum Kindergarten hin an. Auch über diese Pläne beraten nun die Fraktionen.   

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