AURA

Wärmeschutz für das alte Amtshaus

Noch in den Sommerferien könnte die energetische Sanierung des Auraer Schulgebäudes beginnen. Nachdem der Gemeinde ein Zuschuss von 180 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II bewilligt wurde, sollen die Maßnahmen zum Wärmeschutz nun zügig vorangetrieben werden.
Die historische Aufnahme zeigt das „ehemalige Amtshaus“ in Aura lange vor seiner Umwidmung zur Schule. 1966 erfolgten ve... Foto: Repro Roland Bauernschubert

Architekt Herbert Herget aus Hammelburg erläuterte die einzelnen Sanierungsschritte in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Als „ehemaliges Amtshaus, zweigeschossiger Bau mit Eckpilastern, frühes 18. Jahrhundert, Wappen des Würzburger Fürstbischofs Johann Philipp II. von Greifenklau“ ist das Schulgebäude in die Liste des Denkmalschutzes eingetragen. Ein erhaltenswertes Schmuckstück und gleichzeitig sanierungsbedürftiges Erbe, in das zuletzt durch manches undichte Fenster der Wind gepfiffen hat. Denn seit über 40 Jahren wurden Fenster und Türen nicht erneuert.

Nach einer wechselvollen Geschichte, in der das ehemalige Amtshaus zeitweise einen Friseur, ein Gasthaus und die Forstverwaltung beherbergte, wie sich Bürgermeister Wolfgang Blum erinnert, zog 1966 die Schule ein. Dazu wurden verschiedene Umbauten vorgenommen, unter anderem wurden neue Fenster und Türen eingebaut. Danach wurde an dem Gebäude „weiter nichts mehr gemacht“, so Blum, bis sein Amtsvorgänger Walter Sachs vor einigen Jahren das Dach neu decken ließ. Doch auch das erfolgte ohne nennenswerte Isolierung.

Deshalb war es nun „höchste Zeit“ für eine energetische Sanierung der Schule, mit der sich der Gemeinderat auch ohne das hilfreiche Konjunkturprogramm der Bundesregierung in nächster Zukunft hätte auseinandersetzen müssen, sagte der Bürgermeister.

Umso leichter fällt es nun, das auf knapp 193 000 Euro kalkulierte Sanierungsprojekt rasch umzusetzen, da das mit Hilfe des staatlichen Zuschusses zu über 93 Prozent abgedeckt ist. Im Einzelnen sieht die Sanierung folgendes vor: Die vorhandenen 58 Fenster werden durch wärmeisolierende Neueinbauten ersetzt, was nach den Erfordernissen des Denkmalschutzes in Form von Holzfenstern erfolgen muss. Die einscheibige Treppenhausverglasung wird entnommen und durch sechs neue Holzfenster ersetzt. Damit wird gleichzeitig die Fensterfläche um 50 Prozent verringert. Die Eingangstüren aus ungedämmten Aluprofilen werden durch Holztüren mit Wärmeschutzverglasung ersetzt.

Mit dem Austausch der alten gusseisernen Heizkörper gegen Stahl-Plattenheizkörper werden auch die Heizkörpernischen gedämmt. Außerdem erfolgt eine Dämmung der oberen Geschossdecke. Hinzu kommen außenliegende Sonnenschutzjalousien an der Süd- und Westfassade, eine Eingangsüberdachung an der Südseite sowie die Erneuerung der Podestbeläge an den Eingängen.

Der Gemeinderat segnete die Sanierungspläne einstimmig ab. Die Aufträge für die Einzelprojekte sollen zeitnah vergeben werden. Bürgermeister Blum hofft, dass die Bezirksregierung rasch die erforderliche Genehmigung erteilt und damit als erstes mit dem Austausch der Heizkörper möglichst schon in den Sommerferien begonnen werden kann.

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