WÜRZBURG

Walter Heußlein ist neuer Präsident der Handwerker

Führungswechsel bei der Handwerkskammer für Unterfranken: Der neue Präsident kommt aus dem Kreis Main-Spessart – und ist kein Unbekannter.
Heußlein ist neuer Präsident der Handwerker
Neuer Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken: Walter Heußlein aus Billingshausen (Lkr. Main-Spessart). Foto: Daniel Röper

Führungswechsel bei der Handwerkskammer für Unterfranken: Schreinermeister Walter Heußlein (64) aus Billingshausen (Lkr. Main-Spessart) wurde am Donnerstag bei der Vollversammlung zum neuen Präsidenten gewählt. Heußlein löst Hugo Neugebauer (66) ab. Der Metzgermeister aus Großeibstadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) hatte als Nachfolger von Walter Stoy (Würzburg/1994 bis 2006) zehn Jahre lang dieses Ehrenamt inne.

Heußlein kennt man in der Kammer

Heußlein ist in der Kammer ein bekanntes Gesicht: Er war bislang Vizepräsident gewesen. Als Präsident ist er nun zusammen mit dem Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer der ranghöchste Vertreter des Handwerks in Unterfranken mit 18.000 Betrieben und 96.000 Beschäftigten.

Gewählt wurde am Donnerstag in Würzburg auch ein neuer Hauptgeschäftsführer der Kammer. Amtsinhaber Rolf Lauer wird im Dezember 2017 in den Ruhestand gehen. Die Wahl seines Nachfolgers wurde unter anderem wegen vertragsrechtlicher Aspekte kurzfristig in den nichtöffentlichen Teil der Vollversammlung verlegt. Das Ergebnis will die Handwerkskammer an diesem Freitag bekannt geben.

Bissert und Ehrenfeld sind die neuen Vizepräsidenten

Heußlein hatte bei der Wahl zwei Gegenkandidaten: Michael Bissert aus Iphofen (Lkr. Kitzingen) und Margit Rosentritt aus Schweinfurt. Bissert führt ein Unternehmen für Sanitär, Heizung und Spenglerei. Rosentritt ist selbstständige Friseurmeisterin. Heußlein entschied die geheime Wahl so knapp wie möglich für sich: Von den 46 gültigen Stimmen entfielen 24 auf ihn, die absolute Mehrheit war also exakt erreicht.

Heußleins Gegenkandidat Bissert (52) hatte bei der Versammlung doch noch Erfolg: Das Gremium wählte ihn zum Vizepräsidenten für die Arbeitgeberseite. Dieter Ehrenfels (57), Polier aus Urspringen (Lkr. Main-Spessart), wurde Vizepräsident auf der Arbeitnehmerseite.

Kampf gegen Fachkräftemangel

Walter Heußlein führt mit seinem Sohn Thomas eine auf Innenausbau und Brandschutzelemente spezialisierte Schreinerei in Billingshausen. Er wolle in das neue Amt seine in zehn Jahre aufgebaute Erfahrung als Vizepräsident der Handwerkskammer einbringen, sagte er im Rahmen seiner Kandidatur. Als vorrangige Aufgaben als Präsident sieht er den Kampf gegen den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel in der Region.

Heußlein legte 1976 die Meisterprüfung zum Schreiner ab. 1999 wurde er in den heute zwölfköpfigen Vorstand der Handwerkskammer in Würzburg gewählt. Von 1996 bis 2007 war er Kreishandwerksmeister für Main-Spessart gewesen und etwa genauso lange Obermeister der dortigen Schreinerinnung. Er ist in Gesellen- und Meisterprüfungsausschüssen aktiv und hat mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter 2012 das Goldene Siegel der Handwerkskammer für Unterfranken.

Handwerk geht es hervorragend

Die Wahl fand vor dem Hintergrund einer blühenden Konjunktur statt, dem Handwerk in der Region geht es hervorragend. So meldete die Kammer zuletzt bei einer Umfrage 93 Prozent an zufriedenen Betrieben, so viele wie noch nie. Vor allem das Bau- und Ausbauhandwerk in Unterfranken boomt. „2016 wird das beste Jahr werden seit Aufzeichnung der Handwerkskammer“, sagte Sprecher Daniel Röper am Rande der Vollversammlung. Dieses Gremium ist eine Art Parlament der Handwerkskammer.

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