Thüngen

Was Thüngen zum Bau der B 26n fordert

Zu schmal, zu schlecht und zu kurvig ist die Staatsstraße nach Retzbach. Die Gemeinde Thüngen fordert den zeitgemäßen Ausbau.
Zu schmal, zu schlecht und zu kurvig ist die Staatsstraße nach Retzbach. Die Gemeinde Thüngen fordert den zeitgemäßen Ausbau. Foto: Günter Roth

Schon vor dem anstehenden Planfeststellungsverfahren für die B 26n meldet die Marktgemeinde Thüngen gegenüber dem Staatlichen Bauamt und der Regierung von Unterfranken ihre eigenen Belange an. Dabei geht es um den Streckenverlauf von Arnstein bis Karlstadt und den Ausbau der Staatsstraße nach Retzbach.

Die Vorstellung, dass die neue Bundesstraße bis Müdesheim fertiggestellt würde und dann der Ausbau ins Stocken käme, bereitet den Marktgemeinderäten Magenschmerzen. Schließlich würde dann auf unbestimmte Zeit der zu erwartende Mehrverkehr auf der alten B 26 durch Thüngen fließen. Deshalb forderte der Gemeinderat einstimmig, ein Planfeststellungsverfahren mit dem vollständigen Streckenverlauf von Arnstein bis Karlstadt durchzuführen. Alternativ solle das Verfahren für den Abschnitt Müdesheim-Karlstadt zeitgleich vorgeprüft bei der Regierung von Unterfranken vorzulegen.

Straße nach Retzbach schon jetzt überlastet

Ein weiterer Problempunkt ist für den Marktgemeinderat die Staatsstraße nach Retzbach. Diese ist nach Ansicht der Räte schon jetzt überlastet und in einem baulich schlechtem Zustand. Darüber hinaus entspreche die Straßenbreite und die Vielzahl von unübersichtlichen Kurven nicht den gegenwärtigen Anforderungen. Deshalb verlangen die Thüngener aus Sicherheitsgründen einen grundlegenden Ausbau der Straße in Bezug auf Fahrbahnbreite und -belag sowie die Entschärfung der Kurven. Um eine bessere Anbindung für Radfahrer zum Bahnhof Retzbach zu gewährleiten muss nach Ansicht des Gemeinderats auch ein baulich abgetrennter Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße angelegt werden.

Naturlehrpfad mit Bänken und Schautafeln

Bis zu 5000 Euro soll ein Naturlehrpfad von der Kneipp-Stube bis zur sogenannten Finger-Allee für die Gemeinde kosten. Bürgermeister Lorenz Strifsky schlug diese Maßnahme im Rahmen des ILE-Regionalbudgets 2020 vor. Die Strecke soll mit Ruhebänken und teilweise interaktiven Schautafeln zum Leben am Wasser gestaltet werden. Nach den Richtlinien des ILE-Förderprogramms können die beteiligten Gemeinden Projekte bis zu einer Ausgaben-Höchstsumme von 20 000 Euro netto finanzieren und erhalten dafür 80 Prozent Förderung. Nach einer ersten Abschätzung durch den Bürgermeister würde der Naturlehrpfad netto etwa 15 000 kosten. Für Thüngen bliebe ein Aufwand von unter 5000 Euro. Die Maßnahme muss bis Oktober fertiggestellt sein.

Aufgrund massiver statischer Probleme muss der geforderte Aufzug in der Grundschule anders als geplant angelegt werden. Deshalb werden dann nur das Erdgeschoss und das Obergeschoss bedient, das Untergeschoss wird durch eine barrierefreie Rampe im Freien erschlossen. Die Kosten in Höhe von 95 000 Euro sind im Gesamtpaket der Generalsanierung der Schule bei einem Gesamtvolumen von 6,8 Millionen Euro enthalten.

Ausgaben nachträglich genehmigt

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Feststellung und gleichzeitige Entlastung der Jahresrechnung 2018 gemäß der örtlichen Prüfung durch den Rechnungsprüfungsausschuss. Die im Rechnungsjahr 2018 angefallenen über- und außerplanmäßigen Ausgaben wurden nachträglich genehmigt. Im Verwaltungshaushalt bestand somit ein Volumen von 4,9 Millionen gegenüber 2,7 Millionen im Vermögenshaushalt.

Im Wohngebiet Am Kies I soll ein Terrassendach an ein bestehendes Wohnhaus angebaut werden. Entgegen der Festsetzung des Bebauungsplans sollen dort sowohl die Dachneigung als auch das Material der Dacheindeckung anders gewählt werden. Deshalb musste der Marktgemeinderat hier eine Befreiung aussprechen.

Die Eigenheimervereinigung Thüngen erhält für ihren jährlichen Blumenschmuckwettbewerb einen Zuschuss von 250 Euro.

Am Wahlsonntag ist die Bevölkerung ab 17.30 Uhr zu einer überparteilichen Wahlparty in die Kneippstuben eingeladen.

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