Lohr

Was das Berzirkskrankenhaus in Lohr gegen das Coronavirus tut

Auch das Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und psychosomatische Medizin des Bezirks Unterfranken in Lohr hat wegen der Ausbreitung des Corona-Virus' Vorkehrungen getroffen.
Auch das Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und psychosomatische Medizin des Bezirks Unterfranken in Lohr hat wegen der Ausbreitung des Corona-Virus' Vorkehrungen getroffen. Foto: Thomas Josef Möhler

"Wir unternehmen alles, damit das Virus bei uns nicht reinkommt." Das hat Bernd Ruß, Direktor des Krankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und psychosomatische Medizin des Bezirks Unterfranken in Lohr (Bezirkskrankenhaus, BKH), auf Anfrage dieser Redaktion versichert. Auf die Frage, ob Patienten nach Hause geschickt würden, antwortete Ruß: "Nach Hause geschickt werden Patienten nur, wenn sie nicht mehr behandlungsbedürftig sind." Die Klinik behandle weiter akutpsychiatrische Fälle und nehme weiterhin Patienten auf. Der Betrieb laufe – soweit möglich – wie bisher weiter. Um eine Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, gibt es nach den Worten des Krankenhausdirektors einen »Pool voller Regelungen, wir passen da schon auf«. So werde bei der Aufnahme kontrolliert, ob jemand Krankheitssymptome zeige oder mit Risikopatienten Kontakt hatte.

Abstriche nehmen

Für Patienten, die möglicherweise Corona-Symptome zeigten, seien isolierte Zimmer vorbereitet worden. Von ihnen würden Abstriche genommen und an ein Zentrallabor weitergeleitet, so Ruß. Therapien fänden nur noch auf den Stationen statt und nicht mehr stationsübergreifend, "damit wir wissen, wer wann mit wem zu tun gehabt hat".

Ausweichend antwortete der Krankenhausdirektor auf die Frage, ob es im BKH bereits einen Corona-Verdachtsfall oder einen erwiesenermaßen Infizierten gegeben habe. Dazu wolle er sich nicht äußern, so Ruß. Der vorgeschriebene Verfahrensweg müsse eingehalten werden. Corona-Fälle gäben die zuständigen Stellen bekannt. Das BKH habe einen Krisenstab eingerichtet und arbeite mit dem Gesundheitsamt und anderen Behörden gut zusammen.

Auf den Stationen seien keine Besuche der Patienten mehr möglich. Das BKH steht allerdings vor dem Problem, dass das parkartige Gelände am Lohrer Sommerberg öffentlich und frei zugänglich ist und sehr viele Patienten nicht bettlägerig sind wie in einer somatischen Klinik.

"Wir versuchen, die Ausgänge zu begrenzen", sagte Ruß. Der Krankenhausdirektor bestätigte zudem Angaben von Landrat Thomas Schiebel, das BKH werde aktuell nicht als mögliches Notkrankenhaus in Betracht gezogen. Psychiatrien seien diesbezüglich ausgenommen, sagte Ruß. Das BKH müsse keine Patientenbetten für Corona-Fälle vorhalten. Denn psychiatrischen Kliniken fehlten die nötigen Intensivstationen.

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