STEINFELD

Wechsel aus Gebet und Gesang

Der Gospodi-Chor sang in der in Steinfelder Kirche beim Gottesdienst zum Abschluss des Jubiläumsjahrs. Foto: Martin Loschert

Großen Anklang fand eine Vesper mit dem Gospodi-Chor aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart in der Steinfelder Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt. Der Chor unter der Leitung von Monsignore Kilian Nuss gestaltete eine Abendlobfeier im slawisch-byzantinischen Ritus. Die Vesper zelebrierte Chormitglied und Dekan Sigmund Schänzle aus Ochsenhausen in feierlichem Ornat. Vier Ikonen schmückten, wie es in der Ostkirche üblich ist, die Steinfelder Kirche zusätzlich; die Verwendung von Weihrauch und vor allem die meditativen Gesänge und Gebete sind weitere Merkmale der russisch-orthodoxen Liturgie und sollen in das Geheimnis des Glaubens einführen.

Die Kirche war gut besetzt, als die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Evi Loschert die Gäste begrüßte, die mit ihrem Auftritt das Jubiläumsjahr der Steinfelder Kirche beschließen. Loschert erinnerte an verschiedene Feierlichkeiten der Pfarrei aus Anlass des 400-jährigen Bestehens der Kirche, die 1614 unter Fürstbischof Julius Echter errichtet wurde. Höhepunkte des Jubiläumsjahres waren ein zweitägiges Pfarrfest und ein Pontifikalamt mit Diözesanbischof Friedhelm Hofmann.

Der Chor gestaltete das Abendlob im slawisch-byzantinischen Ritus, wie es in der Liturgie der Ostkirche nach dem Hl. Johannes Chrysostomos anklingt. Das Abendlob der Ostkirche sei, so Loschert in ihrer Einführung, „eine Hymne auf die Heilige Dreifaltigkeit, Dank für die Schöpfung und das Leben, aber auch Gebet für Frieden und Fürbitte für Lebende und Verstorbene“.

Mit seinem Wechsel aus Gebet und Gesang sorgte der Männerchor mit seinen 22 Sängern bei den Zuhörern für eine meditative Stimmung. Er wurde am Ende der Vesper mit kräftigem Applaus belohnt.

Monsignore Kilian Nuss hatte vor 50 Jahren mit einigen Männern erstmals Gottesdienste mit Hymnen der Ostkirche bereichert. 1967 gründete er den Chor an seiner damaligen Wirkungsstätte Bad Mergentheim. Seit dieser Zeit gestaltet der Chor Gottesdienste in seiner Heimatdiözese. Der Gospodi-Chor besteht aus 35 Mitgliedern, die in der Mehrzahl aus Baden-Württemberg stammen und tritt vier- bis fünfmal im Jahr auf. Ein Höhepunkt war für die Chormitglieder, zu Pfingsten in Rom eine Audienz bei Papst Franziskus mitzugestalten. Der Papst habe den Chor sogar persönlich gegrüßt.

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