Erlenbach

Wegen Corona ein Haushaltsplan mit Fragezeichen

Den Haushaltsplan der Gemeinde Erlenbach für das Jahr 2020 verabschiedete der Gemeinderat am Dienstag einstimmig. 
Den Haushaltsplan der Gemeinde Erlenbach für das Jahr 2020 verabschiedete der Gemeinderat am Dienstag einstimmig.  Foto: Wolfgang Dehm

Einstimmig (12:0) verabschiedete der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag den Haushaltsplan 2020 sowie die Finanzplanung bis 2023. Aufgrund der Coronakrise fand die Sitzung in der geräumigen Festhalle statt.

Der Etat 2020 hat ein Gesamtvolumen von knapp 7,2 Millionen Euro; davon entfallen rund fünf Millionen auf den Verwaltungshaushalt, der die laufenden Geschäfte abbildet und 2,15 Millionen auf den Vermögenshaushalt, der die Investitionen spiegelt.

Der größte Posten bei den Investitionen ist die Generalsanierung der Hauptstraße im Ortsteil Tiefenthal mit insgesamt 810 000 Euro. Aber auch für den Erwerb unbebauter Grundstücke zur Schaffung von Neubaugebieten sind beachtliche 500 000 Euro eingeplant.

Laut Bürgermeister Georg Neubauer hat sich der Haushalt des vergangenen Jahres 2019 besser entwickelt als erwartet. So habe man im Verwaltungshaushalt Mehreinnahmen von knapp 250 000 Euro erzielt und im Vermögenshaushalt knapp 1,4 Millionen Euro weniger ausgegeben als veranschlagt. Als Folge davon habe man keine Kredite aufnehmen müssen. Geplant waren 850 000 Euro.

2020 soll der Verwaltungshaushalt laut Neubauer fast eine Million Euro Überschuss erbringen, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden sollen. Abzüglich der Tilgungsausgaben von 186 000 Euro ergebe sich somit eine freie Finanzspanne von rund 800 000 Euro.

Zum Jahresanfang 2020 hatte die Gemeinde Neubauer zufolge Rücklagen in Höhe von knapp 370 000 Euro und 2,5 Millionen Euro Schulden. Zum Jahresende werden die Rücklagen voraussichtlich auf 343 000 Euro geschrumpft und die Schulden auf gut 2,6 Millionen gestiegen sein.

Die höchste Verschuldung soll voraussichtlich im Jahr 2022 mit 2,7 Millionen Euro erreicht werden, 2023 sollen die Schulden dann wieder auf 2,5 Millionen Euro gesunken sein, die Rücklagen sollen dann 270 000 Euro betragen.

Bürgermeister Neubauer wies allerdings darauf hin, dass durch die Coronakrise im Grunde genommen keine richtige Planung des Haushaltes 2020 mehr möglich sei. Die Auswirkungen der Krise insbesondere auf Einnahmen wie Gewerbesteuer und Staatsmittel seien nicht absehbar.

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