Homburg

Weintrinker dürfen sich auf einen guten Jahrgang freuen

Homburgs Weinprinzessin Lena Dornbusch (hier mit einem Leseeimer mit Silvaner-Trauben) war auch in diesem Jahr bei der Weinlese aktiv. Darüber freut sich auch Christian Fürböter. Foto: Günter Reinwarth

Der Weinherbst neigt sich dem Ende entgegen. Das mühsame Buckeln mit den Träubelscheren ist vorbei. Langsam ändert die Natur an den Rebhängen am östlichen Mainviereck ihr Farbenkleid. In den Weinkellern riecht es nach gärendem Traubenmost, die Kellermeister haben alle Hände voll zu tun.

Nicht nur der Wettergott ist dafür verantwortlich, dass sich die Schoppenfreunde auf ordentliche Tropfen freuen dürfen, auch die Fachleute in den Weinkellern machen einen guten Job.  Sie überwachen den Gärprozess und kümmern sich darum, dass Fruchtaromen, Säure und Restsüße dem Verbrauchergeschmack so nahe wie möglich kommen.  In den  folgenden Wochen haben dann die kritischen Juroren in der amtlichen Qualitätsweinprüfung das Sagen. Sie prüfen,  ob nach dem Weingesetz alles in Ordnung und letztlich die Schoppenfreude zufrieden sein können.

Auch in die Weinkeller (unser Bild wurde im Weingut Frank aufgenommen) ist längst maschinelle Technik eingekehrt. Romantik gehört der Vergangenheit an. Foto: Günter Reinwarth

Wir haben mit Winzern und Kellermeistern in Homburg und Lengfurt gesprochen und sie um erste Prognosen darüber gebeten, was der Weinherbst 2019  im Glase versprechen wird. Durch die Bank war zu hören, dass sich die Schoppentrinker auf ordentliche Tropfen freuen dürfen.

Noch bessere Weine als 2018 in Lengfurt erwartet

Die Brüder Robert und Karl-Heinz Frank, die in ihrem Lengfurter Weingut Trauben aus einer Rebfläche von 16 Hektar verarbeiten, freuen sich zum Beispiel über "pudelgesunde Trauben". Das diesjährige Lesegut verspreche noch bessere Weine als der Jahrgang 2018. Man schmecke bereits jetzt aus den ersten Kellerproben ordentliche Fruchtaromen heraus. Auch die Franks haben dort, wo es die Topografie und Hangneigung erlaubt, einen Traubenvollernter der Firma Engelhorn und Huttner aus Karbach eingesetzt. Denn: Betriebswirtschaftlich lohnt die maschinelle Weinlese allemal. Die Technik ist längst so ausgereift, dass die Trauben nicht beschädigt werden. Während ein Vollernter innerhalb von zwei Stunden einen ganzen Hektar Trauben von den Rebstöcken schütteln kann, sind für die gleiche Fläche 15 Lesehelfer notwendig.

Christian Fürböter, Chef des Weingutes Martin, Homburgs größtem Selbstmarkter, erwartet vom neuen Jahrgang Weine mit tollen Qualitäten. Er habe zum Beispiel "durch die Bank" Silvaner-Trauben mit 85 Grad Öchsle und mehr auf die Kelter bringen können. Der  zweite Vorsitzende des Weinbauvereins erwartet ferner einen respektablen "Homericher Roten" der Rebsorte Spätburgunder.

Fruchtnoten und Säurewerte ergänzen sich harmonisch

Weinbautechniker Alfred  Blank, der mit seiner Frau Angelika in der Homburger Maintalstraße ein Weingut in einem Vierseit-Hof betreibt und den "gemischten Fränkischen Satz" im Projekt-Weingarten des im Gebsattelschloss wohnenden Musikkünstlers Michel Günther betreut, verwies bei unserer Umfrage auf einen "kleinen aber feinen Jahrgang", mit dem er "rundum zufrieden" sei. Er spricht von schönen Trauben, Fruchtnoten und Säurewerte würden sich harmonisch ergänzen.

Winzermeister Hans Dornbusch, langjähriger Vorsitzender des Homburger Weinbauvereins, sitzt im Aufsichtsrat der Winzergemeinschaft Franken in Repperndorf bei Kitzingen. Sein Urteil als Sprecher der Genossenschaftswinzer in Erlenbach und Homburg, wo  eine Gesamtrebfläche von 42 Hektar im Ertrag ist, lautet: Man sei rundum zufrieden. "Die Qualitäten lassen keine Wünsche offen", so Dornbusch. Der Winzer berichtet von äußerst respektablen Öchslewerten zwischen 90 und 101 Grad Mostgewicht.

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