Main-Spessart

Weniger Besucher in MSP-Freibädern: Wonnemar führt Negativ-Bilanz an

Alle Freibäder im Landkreis Main-Spessart sowie im westlichen Landkreis Würzburg melden rückläufige Besucherzahlen. Mit kleinen Besonderheiten jedoch.
Weniger Besucher in MSP-Freibädern: Wonnemar führt Negativ-Bilanz an

Das Wetter macht kaum Unterschiede in Main-Spessart. Deshalb ist auch der Trend bei den Besucherzahlen in den Freibädern einheitlich: Alle Freibäder im Landkreis Main-Spessart sowie im westlichen Landkreis Würzburg meldeten rückläufige Zahlen im Vergleich zum Vorjahr. Doch die Spanne ist groß:  In Neubrunn, Karlstadt und Uettingen betrug er nur um die zehn Prozent, im Marktheidenfelder Wonnemar auf unerklärte Weise mehr als 30 Prozent.

Die Rückmeldungen im Einzelnen:

Burgsinn

31 000 Besucher waren es dieses Jahr im Freibad Burgsinn, bilanziert Bademeister Ralf Knüttel. Das sind fast 8000 weniger als 2018. Woran es gelegen hat? "An manchen Tagen war es einfach zu heiß", so Knüttel. Und der Start war zum Vergessen. "Der ganze Mai war ja gar nix."

Frammersbach

Dass die Besucherzahl im Terrassenbad Frammersbach stärker zurückgegangen ist als anderswo, führt Bürgermeister Christian Holzemer auch darauf zurück, dass der Betrieb des Schwimmerbeckens in den ersten Wochen der Saison noch eingeschränkt war. Gut 43 000 Badegäste wurden heuer registriert, gut 55 000 waren es im Vorjahr gewesen. Die Schwimmkurse und Zusatzangebote wie das Meerjungfrauenschwimmen jedoch erfreuten sich laut Holzemer "großen Zuspruchs", so dass er der Saison ein "insgesamt gut verlaufen" bescheinigt.

Gemünden

Im Gemündener Freibad Saaleinsel war es laut Schwimmmeister Manfred Starz mit gut 38 000 Besuchern ein "mittelprächtiges Jahr". Dieses Jahr waren es fast 10 000 Besucher weniger als im Rekordjahr 2018. "Die Gemündener brauchen drei Tage Knackehitze, sonst kommen sie nicht aus ihren Löchern", sagt Starz mit seiner 40-jährigen Berufserfahrung. Der stärkste Monat war der Juni mit über 16 000 Besuchern, wo es sogar fast doppelt so viele wie im Vorjahr waren. Ein Schlag ins Kontor war jedoch der "sehr kühle und regnerische" Mai, so der Schwimmmeister. Im Juli waren es deutlich weniger Besucher als 2018 und auch im August und September kamen weniger Besucher.

Karlstadt

Mit Abstand die meisten Badegäste im Landkreis zählte das Karlstadter Freibad: Genau 111 241 wurden registriert. Alleine im Juni waren es 40 000. Mehr als 500 Badegäste verfügten über Dauerkarten. Knapp 40 000 Einzelkarten wurden verkauft.

Lohr

Ohne die Gäste auf dem benachbarten Campingplatz wurden im Lohrer Freibad heuer 63 500 Gäste gezählt, teilt die Stadt auf Nachfrage mit. In den beiden Vorjahren waren 72 500 (2018) beziehungsweise gut 61 000 gewesen. Damit liege die Stadt "im bundesweiten Trend", so Pressesprecherin Franziska Lampert. Als Besonderheiten hebt die Stadt die Meerjungfrauenschwimmen (jeden zweiten und vierten Montag im Monat) hervor, das Großspielgerät "Lobi" in der Sprunggrube (jeden ersten und dritten Montag im Monat), das seit traditionelle Candle-Light-Schwimmen mit 1000 Kerzen, farbigen Scheinwerfern und rund 200 Besuchern sowie das Hundeschwimmen am Ende der Saison. Vergessene Kleidung und Schuhe übrigens führt die Stadt der Altkleidersammlung zu, Spielsachen gibt sie weiter an Kindergärten oder Schulen und die wenigen Wertgegenstände, die liegengeblieben sind, werden ans Fundamt weitergereicht. 

Marktheidenfeld

Auch im Marktheidenfelder Wonnemar konnte man nicht an die Rekordzahlen vom letzten Jahr anschließen. Auffällig hoch ist jedoch der Rückgang. Waren es im Jahr 2018 noch 46 000 Besucher, kamen heuer nur noch 31 000 Gäste. Eine Erklärung hierfür hat das Wonnemar nicht. Bis auf das Wetter habe es keine Einschränkungen gegeben. Dennoch zeigt sich Pressesprecherin Julia Stemann zufrieden."Unsere Events, wie etwa die erste Wonnemar-Camping-Nacht, sind gut angekommen", sagt Stemann.

Triefenstein

In das Waldbad in Triefenstein kamen in diesem Jahr 35 000 Besucher, vor allem im Juni war das Schwimmbad sehr gut besucht, berichtet Bürgermeister Norbert Endres. Die letztjährige Besucherzahl von 44 000 konnte jedoch auch in Triefenstein nicht erreicht werden. "Es muss einfach ein paar Tage am Stück warm sein, damit die Menschen ins Schwimmbad kommen“, sagt Endres.

Dennoch sei man zufrieden. Durch die gute Zusammenarbeit der drei Fachangestellten, dem Förderverein und den Rettungsschwimmern konnte eine sichere und erfolgreiche Saison garantiert werden. Im Winter werden einige Arbeiten anstehen, um den Badebetrieb auch in 2020 und darüber hinaus zu sichern und attraktiver zu gestalten, so Endres.

Neubrunn

Stefan Müller ist Bademeister im Bleicher-Schwimmbad Neubrunn. "Wir hatten ein gutes Jahr," sagt er. An den "Jahrhundertsommer 2018" sei man dennoch nicht rangekommen.  Müller: "So einen werden wir so schnell nicht wieder kriegen." Waren es 2018 gut 23 000 Schwimmer, besuchten dieses Jahr rund 21 000 Gäste das Neubrunner Freibad. "Der besucherreichste Tag war der 30. Juli", erzählt der Bademeister. Alleine an diesem Tag im Rekord-Monat habe man etwa 1100 Besucher gezählt.

Uettingen

Heribert Endres, Bürgermeister von Uettingen, ist mit den diesjährigen Besucherzahlen vom Freibad Uettingen zufrieden. Von Mai bis September kamen 17 642 Menschen ins Bad. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 19 405, was aber auch am extrem heißen Sommer lag. "Das unbeständige Wetter hat schon einige Badegäste abgehalten heuer", so Endres. Mit Blick auf die letzten Jahre ließe sich zudem erkennen: Die Leute kämen nur, wenn es richtig heiß sei. Vor allem an Jugendlichen und Kindern fehle es manchmal. Da sei früher mehr los gewesen. Verlass sei hingegen auf das Stammpublikum. Genügend Badeaufsichten zu bekommen ist in Uettingen derzeit weniger das Problem. "Da sind wir gut aufgestellt", so Endres. Vor allem "junge Rentner" würden den Job übernehmen.

Zellingen

Schwimmmeister Jan Dechert berichtet von 48 745 Badegästen im Freibad Zellingen – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 65 500 vom Vorjahr. Aufgrund der kühlen Temperaturen wurde nicht schon am 11. Mai, sondern erst eine Woche später am 18. Mai geöffnet. Am 30. Juni hatte Zellingen mit 2505 Gästen den stärksten Tag seit über zehn Jahren.

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