KARLBURG

Wie wird das Ehrenfels-Gelände bebaut?

Auf dem ehemaligen Firmengelände von Isoliertüren Ehrenfels, das mittlerweile der Stadt Karlstadt gehört, sollen neue Bauplätze entstehen. Nach dem Abriss, für den noch die Familie Ehrenfels verantwortlich ist, und der Sommerpause des Stadtrats soll dann eine Entscheidung gefällt werden, wie ein Rahmenplan für die Bebauung aussehen könnte.

Zunächst geht es darum, wie viele Bauplätze wo geschaffen werden können und von welcher Seite eine Erschließungsstraße ins Gebiet führen wird. Beauftragt mit der Planung wurde das Büro Wegner aus Veitshöchheim.

Zwei Möglichkeiten

Damit genug Zeit zum gründlichen Überlegen bleibt, wurden am Dienstag in der letzten Bauausschusssitzung vor der Sommerpause zwei verschiedene Möglichkeiten vorgestellt.

Variante 1 sieht eine Erschließung von Süden, also von der Burgstraße her vor. Insgesamt acht Bauplätze wären bei dieser Variante denkbar, sechs Einfamilienhäuser und zwei Doppelhaushälften. In einer Abwandlung des Entwurfs steht an Stelle der Doppelhaushälften ein Mehrfamilienhaus.

Bei Variante 2 erfolgt die Erschließung genau von der anderen Seite, von der nördlich gelegenen Sanderau her. Sieben neue Bauplätze für Einfamilienhäuser könnten so entstehen, beziehungsweise in einer Abwandlung sechs Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus.

Gartenerweiterung für Nachbarn

Vorab wurde mit allen interessierten Nachbarn gesprochen: Wenn das Gebiet ohnehin schon neu aufgeteilt wird, besteht nämlich für sie die Möglichkeit, sich ein bisschen Gartenfläche dazu zu kaufen, sofern es die Planung denn zulässt. Viele Anwohner zeigten Interesse an diesem Angebot.

Nachteil der Variante 1 ist, dass nicht jeder ein solches Gartenstück bekommt, der eines möchte. Stadtrat Thomas Heßdörfer plädiert trotzdem für diese Variante, auch wenn sie einen weiteren Nachteil hat: Im Norden der Fläche, angrenzend an die Sanderau, bleibt eine ziemlich schmale, aber lange Restfläche übrig. „Das kann man schon bebauen“, sagt Stadtrat Thoms Heßdörfer, gibt aber zu: „Dafür braucht man aber eine gute Idee.“ Für ihn punktet Variante 1 vor allem mit ihrer Wirtschaftlichkeit. Mindestens einen, wenn nicht gar zwei Bauplätze mehr bringt man dort unter.

Ob man wirklich ein Mehrfamilienhaus brauchen wird – egal, für welche Variante man sich entscheidet, bezweifelt Architekt Heßdörfer. „Mehrfamilienhäuser werden nicht mehr so nachgefragt“, sagt er.

Variante zwei bringt weniger Geld

Auch Variante 2 hat ihre Nachteile: Die Erschließung wird umfangreicher, also teurer, außerdem kann man weniger Bauplätze verkaufen. Allerdings kommt jeder an das Gartenstück, dass er gerne hätte.

Theo Dittmaier meinte in der Sitzung, sein Eindruck sei, dass ein Großteil der Karlburger für Variante 2 sei. „Da kann das Gebiet mehr atmen, das ist lebenswerter“, sagt er. Auch Marco Amrhein vom Bauamt bestätigte, dass mehr sich mehr Anwohner für Variante 2 ausgesprochen haben.

Nach der Sommerpause soll entschieden werden.

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