Tiefenthal

Windräder werden höher und Rotoren kleiner

Die Tiefenthaler scheinen zufrieden zu sein mit der Politik im Erlenbacher Rathaus. Zumindest waren bei der Bürgerversammlung im DJK-Heim keine hitzigen Diskussionen oder stark emotionalen Beiträge von Seiten der rund 60 Besucher zu hören. Im Wesentlichen beschäftigten sie dieselben Themen wie auch bei der Versammlung 2018: Windkraftanlagen, Sanierung der Ortsdurchfahrt, Platzgestaltung Obere Gasse.

Zum Bau der zwei Windräder auf Tiefenthaler Gemarkung gibt es Neuigkeiten, verlas Bürgermeister Georg Neubauer. Am Montag erreichte ihn ein Änderungsbauantrag des Betreibers „Abo Wind“. Der Anlagentyp, der ursprünglich errichtet werden sollte, ist vom Hersteller nicht mehr lieferbar. Der geänderte Bauantrag weise eine geringfügig höhere Nabenhöhe und kleinere Rotordurchmesser bei einer gleichbleibenden Gesamthöhe der zwei Anlagen auf. Die Nennleistung reduziere sich um 0,13 Megawatt auf 2,4 Megawatt, so der Bürgermeister.

„Wir müssen im Gemeinderat darüber in der November-Sitzung beraten und beschließen“, sagte er. Allerdings habe er vor der Bürgerversammlung mit den anwesenden zwölf Räten gesprochen. Man habe sich geeinigt, den Antrag des Betreibers abzulehnen. Dann werde das Vorhaben durch das Landratsamt behandelt. Vermutlich werde trotzdem gebaut.

„Ich denke, der Gemeinderat tut alles, was in seiner Macht liegt, damit die Anlagen nicht errichtet werden“, kommentierte Wilhelm Schwerdhöfer. Er erinnerte – wie schon in der Bürgerversammlung 2018 – daran, dass die Vertreter der Betreiber vor einigen Jahren gesagt hätten: Der Windpark rentiere sich nicht, wenn nur zwei Anlagen errichtet werden würden. „Warum wird trotzdem weiter geplant?“, fragte Schwerdhöfer. Reinhold Lang wollte wissen: „Gibt es einen Plan über die Zufahrtswege zu den Windrädern?“ Neubauer sagte, dass die Anfahrt überwiegend über Remlinger Grund verlaufen werde. Details seien ihm noch nicht bekannt.

Wasser- und Kanalleitungen

Derzeit lässt die Gemeinde in der Tiefenthaler Hauptstraße Trinkwasser- und Kanalleitungen sowie ein Steuerkabel zum Wasser-Hochbehälter verlegen. Sind diese Arbeiten abgeschlossen, wird der Landkreis als Unterhalter der Straße tätig. Bis zum Jahr 2021 wird die Deckschickt des Asphalts auf dem Gehweg und auf der Straße bis zum Anschluss an den Kreisverkehr Ost in Erlenbach aufgebracht.

Bernhard Würr fragte an, wie lange die Baustelle im Winter ruhen werde. Der Bürgermeister sagte, er gehe davon aus, dass in drei bis vier Wochen die Durchfahrt provisorisch frei gegeben werden könne. Wenn die Frostperiode im März beendet sei, könne weiter gebaut werden. Wilhelm Schwerdhöfer lobte die Angestellten der ausführenden Firma Zöller Bau aus Triefenstein für ihre hervorragende Arbeit.

Platzgestaltung kann beginnen

Die Platzgestaltung „Obere Gasse“ könnte jetzt beginnen, so Neubauer. Noch eine Baustelle im Ortsbereich wolle er den Tiefenthalern nicht zumuten. Denn es sei auch die Vergrößerung des Abwasserkanals von der Oberen Gasse bis zum Wasserweg notwendig. Die Durchführung, die das Amt für ländliche Entwicklung (Teilnehmergemeinschaft) innehat, wird nach der Fertigstellung der Ortsdurchfahrt beginnen.

Der geplante Solarpark auf der Erlenbacher Gemarkung „Buch“ war in Tiefenthal kein Thema. So wie sich die Erlenbacher in den vergangenen Jahren nicht für den geplanten Bau der Windkrafträder interessieren würden, war hinter vorgehaltener Hand zu hören: „Was interessiert mich das? Wir sehen ihn nicht und hören ihn nicht.“

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