Lengfurt

"Wirtshausmusikanten": Solokünstler und Ensembles im Saalbau

Auch das Familien-Trio "De 3 Andern" tritt im Saalbau Lengfurt auf.  Foto: Uschi Rappl

„Wirtshausmusikanten“ ist das neue „Infrakultur“: Letzteres ist seit Jahren ein Begriff und auch diese Auflage der Reihe wird nach den Worten des Initiators Wilhelm Schwerdhöfer aus Tiefenthal wieder ein „etwas anderes Konzert“ sein, diesmal am Sonntag, 24. November, im Saalbau Lengfurt um 14 Uhr.

Auf dem Programm stehen diesmal fünf verschiedene Ensembles beziehungsweise Solo-Künstler, alle mit mehreren Stücken oder Liedern, darunter einmal mehr der passionierte Musiker Schwerdhöfer selbst, der „vor allem mit ehrlicher Musik das Publikum erfreuen“ will. Er hat nicht nur organisatorisch viel im Vorfeld gearbeitet und wird nicht nur solo mehrfach auf der Bühne stehen, sondern auch im Ensemble „Familienmusik Schwerdhöfer“. Sie werden sechs Stücke spielen, im Stil der Schönauer Musikanten. Wilhelm Schwerdhöfer (Zither solo) reüssiert mit Werken von Rudi Knabl und Franz Schubert.

Regelmäßiger Gast im Radio-Programm

Es finden sich weitere hochkarätige Namen auf dem über dreißig Punkte umfassenden Programm. Der schillerndste und größte Name ist wohl der der mittlerweile sehr bekannten Oberpfälzer Musikgruppe „De 3 Andern“. Das Familien-Trio, bestehend aus Uschi (Steirische Harmonika oder Gitarre), Franz (Bassettl) und Bettina (Gitarre), hat sich der echten, bodenständigen Volksmusik verschrieben, ist regelmäßiger Gast im Radio-Programm des Bayerischen Rundfunks und hat schon fünf CDs eingespielt.

Das Horn-Quartett Dieter Weimann hat Schwerdhöfer in der Josef-Kirche Marktheidenfeld erstmals gehört und war von deren Können sehr angetan. Das Quartett wird unter anderem Werke von Weber, Puccini und Humperdincks „Abendsegen“ spielen. Theresa Bauer ist eine virtuose Könnerin des Akkordeonspiels und hat schon viele Wettbewerbe und Meisterschaften gewonnen. Sie unterrichtet an der Städtischen Musikschule Wertheim das Fach Akkordeon und leitet das Akkordeonorchester des Musikvereins Karbach. Sie wird Stücke von Rudi Zapf und Herbert Pixner spielen, auch auf der Steirischen Harmonika.

Solo-Stücke erleben eine Premiere

Die Solo-Stücke von Wilhelm Schwerdhöfer erleben an diesem Tag eine Premiere, die etwas mit dem der Familie innewohnenden Erfindungsreichtum zu tun hat. So ist etwa Schwerdhöfers Großcousin Joachim der Erfinder der 3-Gang-Nabe bei F & S, und auch Wilhelm arbeitete lange daran, ein Tonabnehmersystem an einer bereits fertigen Zither einzubauen, mit dem ein Vollstereo-Effekt erzielt wird. Das heißt, Harmonie und Grundbässe sind nicht auf zwei Schwingkreise, sondern in zwei Kanäle getrennt aufgeteilt. Der Effekt: man schließt als Zuhörer die Augen und hört ein Orchester vor sich.

Einmaliges System wird breitem Publikum vorgestellt

Dass er dieses System nachträglich an seiner älteren Adolf-Meinel-Zither eingebaut hat, war ein hohes Risiko, denn was bei Geigern eine Stradivari ist, bedeutet für Zitherspieler ein Instrument von Meinel. Um aber eine Patentierung für dieses System vor dem Patentamt zu erreichen, sind erstens die Hürden zu hoch, sagt Schwerdhöfer, zweitens würde der Erlös die Kosten nicht decken, da der Zitherbau allgemein rückläufig ist. Zwar hat er schon Anfragen, dieses System für andere Zitherspieler von Weltruf einzubauen, aber er möchte diese Einmaligkeit bei „Wirtshausmusikanten“ erst mal selbst einem breiten Publikum vorstellen. Gespannt ist er auf die Kritik der Zuhörer sowie der Zitherbaumeisterin Ulrike Meinel, die unter den Gästen erwartet wird.

Nach dem Vorverkauf bei den Raiffeisenbanken werden Karten auch am Tag der Veranstaltung vor dem Konzert angeboten.

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