Obersinn

Wohin mit dem Klärschlamm?

Neben Ersatzbeschaffungen stand besonders das heikle Thema der künftigen Klärschlammentsorgung in der Sitzung des Zweckverbandes Abwasserbeseitigung Oberer Sinngrund im Fokus. So billigte das Gremium den Kauf einer Unterwassermotorpumpe für den Nachklärteich zum Preis von 2716 Euro, da das bisherige Gerät nicht mehr reparabel ist. Weiter ist die Neuanschaffung einer mobilen Schmutzwassertauchpumpe für 697 Euro genehmigt.

Verbandsvorsitzende Lioba Zieres erinnerte an die 2017 durchgeführte Klärschlammentsorgung aus der Mittelsinner Verbandskläranlage, die mit 47 000 Euro zu Buche schlug. 40 000 Euro waren im Haushalt bereitgestellt. Erfreulicherweise fand man einen Abnehmer, der das Material auf Felder bei Volkach aufbrachte. Diese Variante scheidet jedoch bei künftig anfallendem Klarschlamm aus, da der dortige Landwirt einen Vertrag mit einer Molkerei geschlossen hat, der keine Klärschlammausbringung mehr zulässt.

Dieses Problem haben viele Kommunen im Landkreis Main-Spessart, dass Klärschlamm, auch in gepresster Form nicht mehr los zubringen ist, erklärte Zieres. Das gleich gilt für das beim Pressvorgang anfallende Filtratwasser, das aufwändig nach Thüringen gebracht werden muss. Jetzt möchten sich Kommunen aus den Landkreisen Main-Spessart und Würzburg organisieren, um über die Firma "Team Orange" Verbrennungschancen für Klärschlamm zu eruieren. "Das wird künftig wohl die einzige Chance sein, Klärschlamm zu entsorgen", meinte die Vorsitzende und sah diese Variante als Chance für die kleineren Gemeinden. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass dann immer noch das beim Pressen anfallende Filtratwasser entsorgt werden muss. Mittelsinns Bürgermeister Peter Paul machte aus, dass man von diesem Verbund nur profitieren könne.

Vorsitzende Lioba Zieres sprach die seit längerem bekannten Probleme am Pumpensumpf der Pumpstation in Mittelsinn an, die einer dringenden Sanierung bedürfen. Klärwärter Karl Seitz erläuterte dazu, dass dieser Sumpf nicht belüftet ist und die austretenden Faulgase die Betonwände angreifen sowie die Laufroste und Podeste aus Metall zerstören.

Kürzlich sollten Kernbohrungen an dem Bauwerk vorgenommen werden, um feststellen zu können, ob das Bauwerk überhaupt saniert werden kann oder ob ein Neubau erforderlich ist. Leider sei ein Arbeiter leicht verunglückt, sodass jetzt ein Gerüst für die Arbeiten eingebaut werden muss. Die Firma Mack entfernt dann die restlichen Geländer und Roste. Lioba Zieres machte abschließend deutlich, dass nach Abschluss der Arbeiten der Schacht zwingend offen bleiben muss und nur durch ein Gitterrost geschützt wird.

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