Lohr

Wohngemeinschaften für Senioren in Lohr: AWO peilt Ende 2021 an

Am Beispiel Knetzgau hat die Arbeiterwohlfahrt ihre Pläne zum Seniorenwohnen in Lohr vorgestellt. Foto: Günter Weislogel

Wohngemeinschaften für Senioren soll es in absehbarer Zeit bei der Arbeiterwohlfahrt in Lohr geben. Der AWO-Bezirksverband hat dafür bereits einen Pachtvertrag unterschrieben. Aber der Beginn eines Neubaus hinter dem Aloysianum in Lohr hängt noch am Investor.

Die Vorstellung des Projektes im Stadtrat sollte im Dezember erfolgen und ist angeblich auf Wunsch der Stadt Lohr auf den 29. Januar 2020 verschoben worden. Trotzdem könnte das geplante Seniorenheim der AWO nach einer 18-monatigen Bauzeit Ende 2021 eröffnet werden. Dies kündigte die Bereichsleiterin Senioren beim AWO-Bezirksverband Unterfranken, Ulrike Hahn, am Donnerstagnachmittag in Knetzgau im Haßberge-Kreis an.

Dort informierte sie im örtlichen Seniorenzentrum der AWO die 20 Teilnehmer einer Besichtigungsfahrt. Organisiert und geleitet hat diese kleine Infotour der Vorsitzende des Ortsverbandes Lohr der Arbeiterwohlfahrt, Karl-Heinz Ebert. Die Besucher, darunter ehemalige Stadträte und der Ex-SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Mehrlich aus Partenstein, erkundigten sich in der Mitte 2016 eröffneten Einrichtung in Knetzgau mit 81 Bewohnern und 95 Beschäftigten.

Hundert Plätze und Tagespflege

Das Konzept für den Neubau in Lohr steht. Die Planung ist gelaufen und abgeschlossen, ein Bauantrag aber noch nicht gestellt, erfuhren die Gäste. Geplant sind in Lohr über hundert Plätze und eine Tagespflege. Das Seniorenwohnen in Lohr soll "ähnlich, aber nicht ganz wie in Knetzgau" erfolgen, ließ Bereichsleiterin Ulrike Hahn durchblicken.

Hahn ist zuversichtlich, dass die Pläne mit mehreren Wohngemeinschaften mit jeweils bis zu 15 Mitbewohnern umgesetzt werden können. Quartierkonzept wird das genannt und die Bewohner sollen zu Selbständigkeit und Bewegung motiviert werden, nach "Lust und Laune vieles selber machen oder sich dabei ein wenig helfen lassen", hieß es.

Neben Ulrika Hahn informierten die Knetzgauer Einrichtungsleiterin Annika Kuhbaldner und Quartiermanagerin Sandra Hartinger über Alltag und Konzepte. Die Besucher aus Lohr meinten nach der Führung allerdings, dass man damit auch nach dem Neubau eine Lücke beim "betreuten Wohnen" in Lohr lasse. Dieses "betreute Wohnen" erfordere allerdings funktionierende ambulante Dienste. Lohr werde wie Knetzgau auf Pflege aus- und eingerichtet sein.

In Lohr hatte sich bei einer Fragebogenaktion der Awo während der MSP-Expo an der Mainlände die Mehrheit vor allem für die Pflege interessiert. Beim Lohrer Awo-Heim sind zunächst sieben Einheiten mit jeweils bis zu 13 Bewohnern vorgesehen. In Lohr könnte es damit ähnlich wie in Knetzgau ablaufen. Dort sind die Bewohner in 18 bis 25 Quadratmeter großen Zimmern untergebracht.

Wichtig sei eine Cafeteria, in der sich Bewohner mit Angehörigen und Besuchern treffen können. Bei der Bauzeit geht die nach anderthalb Jahren Vorlaufzeit von weiteren eineinhalb Jahren aus. Allerdings ist das Heim in Knetzgau neben Schule, Sportplatz, Park und Wohnungen stärker in den Ort eingebunden.

Auch in Lohr soll in jedem Wohnbereich gekocht werden. Dies sei zwar personalintensiver als eine Großküche. Doch es seien eh zwei Mitarbeiter pro Gruppe zeitgleich da. Geplant sei auch mehr Zeitsouveränität für die Bewohner zwischen Frühstück ab 8 Uhr und Ende um 22 Uhr.

Die Altenpflege müsse transparenter werden, forderten die Awo-Frauen, dass Räumlichkeiten für Vereine zur Verfügung gestellt werden, damit auch junge Leute ins Haus kommen.

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