Karlstadt

Ziel: Katastrophen abwehren

Zusammenarbeit im Katastrophenfall besprochen: Besuch des Kreisverbindungskommandos Main-Spessart im Landratsamt Main-Spessart. Foto: Holger Steiger

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) des Landratsamtes Main-Spessart traf sich mit dem Kreisverbindungskommando Main-Spessart (KVK MSP) im großen Sitzungssaal. Das KVK MSP stellte sich vor, lernte die Organisation der FüGK kennen und besichtigte die Räumlichkeiten. Auch Vertreter der Polizei, des Technischen Hilfswerks und des Roten Kreuzes sowie der Kreisbrandinspektion folgten der Einladung, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamts.

Die Katastrophenschutzbehörden haben die Aufgabe, Katastrophen abzuwehren und die dafür notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen. Das Landratsamt als Untere Katastrophenschutzbehörde leitet den Einsatz und koordiniert alle erforderlichen Maßnahmen (Einsatzkräfte und Einsatzmittel) im Katastrophenfall und bestellt fachlich geeignete Personen als örtliche Einsatzleiter zur Bewältigung von Großschadensereignissen unterhalb der Katastrophenschwelle, um das geordnete Zusammenwirken am Einsatzort wesentlich zu erleichtern.

Beispiele für potenzielle Gefahrenlagen, die zu Großschadensereignissen und Katastrophen führen können:

- durch den Klimawandel bedingt gestiegenes Risiko von Flächenbränden wegen Hitze und Trockenheit, Überschwemmungen durch Starkregen, Sturmschäden

- technikbedingte Auswirkungen wie großflächiger Stromausfall auf die Versorgungsinfrastruktur betreffend Energie, Wasser, Gas und Treibstoff.  

Mögliche Gefahrenszenarien werden identifiziert, Abwehrmaßnahmen erarbeitet und Alarmierungsplanungen erstellt. Hilfeleistungskontingente zur Unterstützung anderer Katastrophenschutzbehörden bei der Bewältigung von Großschadensereignissen oder Katastrophenfällen außerhalb des Landkreises werden vorab beplant und bereitgehalten.  Ein Beispiel ist hier das Schneechaos in den Alpen im Winter 2018/2019.

Die Arbeit der Führungsgruppe Katastrophenschutz ist Teamarbeit unter Einbindung von Vertretern der Behörden undn Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wie Feuerwehr, Polizei, THW, BRK), der Fachbehörden, Fachberater (zum Beispiel Bundeswehr) und externer Sachverständiger. Katastrophenschutz und die Bewältigung von Großschadensereignissen sei nur durch professionelle „FüGK“-Arbeit und die Einsatzbereitschaft einer Vielzahl engagierter, meist ehrenamtlich tätiger Einsatzkräfte möglich, heißt es in der Mitteilung. Die Veranstaltung habe dem Informationsaustausch und der Netzwerkarbeit als Grundlage für eine vertrauensvolle und professionelle „FüGK“-Arbeit gedient.

Besuch des Kreisverbindungskommandos Main-Spessart im Landratsamt Main-Spessart Foto: Holger Steiger

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