Kreuzwertheim

Zu wenige bekommen neues VG-Mitteilungsblatt: Großer Unmut

sitzend von links die Bürgermeister Thea Kohlroß, Schollbrunn, Klaus Thoma, Kreuzwertheim, Karl-Heinz Schöffer, Hasloch.stehend von links: Heiko und Anina Hansen, Andreas Drescher, Geschäftsstellenleiter VG. Foto: Elmar Kellner

Jede Menge Unmut hat es in den vergangenen Wochen um das Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kreuzwertheim gegeben. Das seit kurzem neu gestaltete Heft, in dem die bisherigen Mitteilungsblätter der Mitgliedsgemeinden Kreuzwertheim, Hasloch und Schollbrunn aufgegangen sind, findet zwar viel Anklang. Es erreicht aber nicht mehr, wie von den Herausgebern beabsichtigt, jeden Haushalt.

Denn die seit April mit der Verteilung beauftragte Firma, die auch und vor allem Werbeprospekte zustellt, lässt inzwischen Briefkästen mit einem Werbeverbotsaufkleber außen vor. In anderen Haushalten wird das Mitteilungsblatt zwar geliefert, steckt aber mitten in einem Pack Werbung und wird unbesehen mit diesem zusammen in die Altpapiertonne entsorgt.

Bürgermeister Thoma: "unhaltbarer Zustand"

„Das ist für mich ein unhaltbarer Zustand“, machte der VG-Vorsitzende, Kreuzwertheims Bürgermeister Klaus Thoma, in der Sitzung der Gemeinschaftsversammlung am Donnerstag im Haslocher Rathaus deutlich. Allerdings: „Ganz schnell gegenzusteuern wird nicht gehen.“ In Schollbrunn sei der Ärger groß. „Bestimmt jeder zweite Haushalt bekommt kein Mitteilungsblatt“, so die dortige Bürgermeisterin Thea Kohlroß. Ähnliches wusste ihr Haslocher Kollege Karl-Heinz Schöffer zu berichten.

Über viele Jahre war das Mitteilungsblatt durch Austräger verteilt worden. Gesetzliche Bestimmungen zum Mindestlohn und der bürokratische Aufwand deswegen veranlassten die Verwaltungsgemeinschaft, auf einen externen Dienstleister zurückzugreifen. „Es wird uns nichts anderes übrigbleiben, als wieder zum alten System zurückzukehren“, ließ Schöffer erkennen, wohin in der nachfolgenden nichtöffentlichen Sitzung die Reise gehen könnte. Und Thoma meinte, „wenn man es nicht selbst macht . . .“.

Immerhin hatte die Sitzung der Gemeinschaftsversammlung erfreulich begonnen. Nach Erläuterungen durch den Vorsitzenden nahm man die Jahresrechnung 2018 zur Kenntnis. Die zeichnete sich durch ein Einnahmenplus von 14 780 Euro und Einsparungen bei den Ausgaben von 28 212 Euro aus, so dass, entgegen der Erwartungen bei der Aufstellung des Haushalts, eine Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögensetat in Höhe von knapp 42 963 Euro möglich war und daraus der Rücklage rund 7963 Euro hinzugefügt werden konnten.

Investiert – und zwar ausschließlich in die EDV – wurden 32 133 Euro. Auf eine Entnahme aus der Rücklage konnte verzichtet werden. Geplant waren 35 000 Euro. Damit beträgt deren Bestand nun 255 000 Euro.

Eine reine Formalie war, dass Neumitglied Margot Burkhardt nun auch in der Gemeinschaftsversammlung in die Funktionen eintrat, die bislang Alexander Schwarz innegehabt hatte. Einstimmig befürwortet wurde vom Gremium eine vom Vorsitzenden zu erlassende Dienstanweisung, die Regelungen zur Annahme von Sachleistungen trifft. Wie schon in der Kreuzwertheimer Gemeinderatssitzung am Dienstag (wir berichteten) blickte Klaus Thoma noch einmal auf besondere Veranstaltungen im Mai, etwa „Wir sind für Europa“ und insbesondere das Sommer Open-Air zurück und bedankte sich bei allen Beteiligten.

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