ASCHAFFENBURG/WÜRZBURG

Zugverkehr beeinträchtigt: Erneut blieb Güterzug liegen

Erneut ist am frühen Mittwochmorgen in Laufach (Lkr. Aschaffenburg) ein Güterzug nicht von der Stelle gekommen. Weil der Zug ein Gleis blockierte, konnten mehrere Stunden keine Züge von Aschaffenburg in Richtung Würzburg fahren, über fünf Stunden lang war der Zugverkehr gestört. Die Bahn sprach von einer „technischen Störung“ am Güterzug. Dies ist mindestens schon der dritte Fall seit Inbetriebnahme der Neubaustrecke zwischen Laufach und Heigenbrücken und der Abschaffung des Schiebelokbetriebs an der stillgelegten Spessartrampe.

Ursache dürften wieder die durch Regen glitschigen Gleise gewesen sein, wobei ein Bahnsprecher dies weder bestätigen noch dementieren konnte. Fakt ist, dass durch einen bis Herbst nur eingleisigen Schienenverkehr bei Laufach manche Züge im Bahnhof Laufach auf entgegenkommende Züge warten müssen, bevor sie losfahren können. Gerade schwere Güterzüge tun sich, wenn sie aus dem Stand anfahren müssen und nicht einfach mit Schwung durchfahren können, auf glitschigen Schienen und bei leichter Steigung jedoch schwer.

Dies sagte Dieter Bulla, Leiter der DB Netz in Würzburg, zum ersten solchen Vorfall Ende Juni– just am Tag der offiziellen Einweihung der Neubaustrecke.

Gewisse Steigung bleibt erhalten

Zwar ist die Steigung im Spessart zwischen Laufach und Heigenbrücken auf der neuen Strecke nun nicht mehr ganz so groß, aber eine gewisse Steigung bleibt vorhanden. Vorher waren deshalb bei Güterzügen Schiebeloks eingesetzt worden, die jetzt weggefallen sind.

Ein Sprecher der Bahn sagt zu dem erneuten Vorfall am Mittwoch: „Wir müssen genau hinschauen, woran liegt's denn.“ Das Problem sei jedenfalls bekannt. Er spricht von einem „Interimszustand an der Stelle“ durch eine Eingleisigkeit bis im November. Jetzt strebe die Bahn eine Zwischenlösung an bis zur endgültigen Fertigstellung der Strecke: „Wir prüfen, ob wir da von der Fahrplanlage etwas verändern können.

“ So soll verhindert werden, dass schwere Güterzüge wegen Begegnungsverkehr warten müssen und dann womöglich nicht mehr vom Fleck kommen.

Bahnsprecher ist optimistisch

Befürchtungen, dass solche Vorfälle auch über den Spätherbst hinaus, wenn die Züge dort zweigleisig fahren können, geschehen können, weil in Laufach neben Wiesthal der einzige Überholbahnhof zwischen Aschaffenburg und Lohr ist, versucht der Bahnsprecher zu zerstreuen: „Man kann so etwas fahrplanmäßig lösen.“ Es müsse dort nicht zwangsläufig eine Zugkreuzung geben.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Lohr
  • Laufach
  • Würzburg
  • Björn Kohlhepp
  • DB Netz AG
  • Optimismus
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
1 1
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!